Lagerhaus in meiner Region

ARBEITGEBER FÜR GENERATIONEN

Nachricht vom 07.12.2020

Von der Lehre bis zur Pension in einem Unternehmen zu arbeiten, ist heutzutage eine Seltenheit, umso mehr freut es das Lagerhaus St. Pölten sich zu diesen wenigen Arbeitgebern zählen zu dürfen.

Interview mit Johann Hollaus über seine Laufbahn im Lagerhaus St. Pölten

Johann Hollaus hat seine Lehre zum Landmaschinenmechaniker am 07.07.1971 in der Werkstatt St. Veit begonnen. Im Jahr 1984 wollte Herr Hollaus oder auch "Holli", wie er liebevoll von seinen Kollegen/innen genannt wird, eine berufliche Veränderung. Wie es der Zufall wollte, wurde in der Lagerhaus Werstatt Türnitz eine Aushilfe gesucht. Nach einigen Wochen der Eingewöhnung und vielen positiven Kundenkontakten entschied sich Herr Hollaus in der Werkstatt Türnitz zu bleiben. 1986 absolvierte er die Meisterprüfung und seitdem ist er als Landmaschinen Meister in der Werkstatt Türnitz tätig.

 

Wie bist du zu dem Job gekommen?
„Ich selbst hatte in jungen Jahren noch keine richtige Vorstellung welchen Lehrberuf ich ergreifen sollte, ich hatte mich über einen Bekannten bei der Bahn beworben. Mein Vater schickte mich in die Lagerhaus Werkstätte St. Veit, um dort Schnuppertage als Landmaschinen Mechaniker zu absolvieren, und wie es der Zufall so wollte, bin ich heute noch am „schnuppern“ im Lagerhaus!“

 

Kannst du dich an deinen ersten Arbeitstag erinnern? Wie war das?
„Meine erste Arbeitswoche bleibt mir immer in Erinnerung. In St. Veit gab es damals eine Holzkistenproduktion und für diese Kisten musste ich über eine Woche lang Eisenwinkel schneiden und bohren.“

 

Wieso 50 Dienstjahre im Lagerhaus St. Pölten?
„Eine so lange Zeit in einem Unternehmen plant man nicht, sondern das passiert, es spielt vieles zusammen:  Zufall spielt eine Rolle, wenn ich an das Jahr 1984 zurück denke, in dem ich eigentlich im Lagerhaus aufhören wollte. Glück und göttliche Fügung gehören auch dazu, wenn ich mich an meinen schweren Arbeitsunfall erinnere, aber auch das familiäre Umfeld im Lagerhaus, in dem man sich gut aufgehoben fühlt, gehört dazu. Ich durfte im Lagerhaus über diese lange Zeit immer wieder etwas Neues erleben und erlernen, die stätige Veränderung der Zeit hat meinen Wissensdurst gestillt und mir die Möglichkeit gegeben immer an einem interessanten Arbeitsplatz tätig zu sein.“

 

Welche Unterschiede gab es damals als du angefangen hast zu arbeiten zu jetzt?
„Seit meinen jungen Jahren war die Entwicklung in der Landtechnik so enorm, dass man sich das kaum vorstellen kann, ich könnte darüber ein Buch schreiben. Wenn ich daran denke, dass in meiner Lehrzeit kaum ein Traktor eine Kabine hatte und wir damals zahlreiche MAUSER-KABINEN nachgerüstet haben, um die Arbeit der Bauern sicherer zu machen und heute die modernen Traktorkabinen ein High-Tech Arbeitsplatz mit höchstem Komfort sind.
Oder wenn ich an die ersten Stihl Motorsägen mit Elektronik denke, da war eine elektronische Steuerung in der Größe der heutigen Handys eingebaut und heute sieht man die Steuerchips der Elektronik mit freiem Auge nicht mehr. Faszinierend ist, dass diese Chips dir bis ins letzte Detail berichten, wann, wie lange und unter welchen Bedingungen die Motorsäge bedient wurde. Ich erinnere mich gut an die Aussage von einem damaligen Arbeitskollegen, als der erste PC ins Lagerhaus kam „Mit dem Zeug fang ich mir nichts an“  und heute ist es so, dass ohne Computer gar nichts mehr funktioniert. Ich selbst hätte nie gedacht, dass ich einmal Landmaschinen mit dem Computer repariere.
Auch die Zeit ist viel schneller geworden! - Früher mussten wir mittels minutenlangen Gesprächen Ersatzteile bestellen, die nach einigen Tagen dann auf den Bahnhof geliefert wurden und wir sie von dort selbst abholen mussten, so werden heute um 16:00 Uhr auf Online-Portalen Teile aus aller Welt bestellt und am nächsten Tag um 07:00 Uhr in der Früh sind die Teile im Haus.  War es früher in Ordnung, wenn eine Bestellung eine Woche gedauert hat, so ist heute jeder unzufrieden, wenn eine Lieferung länger als einen Tag dauert.“

 

Was war der schönste/emotionalste Moment während deiner Zeit im Lagerhaus St.Pölten?
„Die Zeit hat sich verändert und so haben sich auch die Momente verändert. Ich erinnere mich noch an den einen oder anderen Betriebsausflug der mehrtägig und sehr intensiv war. Oder die eine oder andere Geburtstagsfeier in der „LAGERHAUSFAMILIE“ die bis spät in die Nacht andauerte. Oder auch an das eine oder andere gute Gespräch mit einem Kollegen. Im gesamten hat es zu seiner Zeit immer gut gepasst.“

 

Was macht das Lagerhaus St. Pölten besonders?
„Das Unternehmen ist für mich aufgrund des breiten Sortiments so besonders. Das Lagerhaus hat für jeden das richtige Angebot, das findet man so in keinem anderen Betrieb. Das macht auch den Arbeitsplatz im Lagerhaus so interessant.“

 

Was hat sich aus deiner Sicht in der Lehre verändert?
„Hier kommt die Veränderung der Gesellschaft und im speziellen die Veränderung der letzten Jahre stark zum Vorschein. Zu meiner Jungendzeit hatte jeder Lehrling großen Respekt vor seinem Vorgesetzten, das „SIE“ als Anrede in der Hierarchie war ganz selbstverständlich und so mancher Geselle hat es einem Lehrling wirklich nicht leichtgemacht. Heute wird ganz selbstverständlich auf Augenhöhe mit einem „DU“  kommuniziert und für viele Jugendliche ist es sehr schwer geworden ihren Platz in der Gesellschaft zu finden, was auch eine besondere Herausforderung für den Ausbildner bedeutet.“

 

Was möchtest du einem Lehrling von heute mitgeben?
„Seid immer interessiert und bereit etwas zu lernen, habt Freude an dem was ihr tut, so könnt ihr alles erreichen was ihr wollt.“

 

 

Das Lagerhaus St. Pölten dankt Herrn Hollaus für die langjährige Treue und wünscht ihm alles Gute für die anstehende Pension und seinem Nachfolger Dominik Denk viel Erfolg für die Zukunft!