Bungalow – für die Zukunft gebaut

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Bungalows findet man nicht nur in Urlaubsorten am Meer, weit entfernt von Zuhause. Auch in unseren Breiten erlangen sie immer größerer Beliebtheit. Doch warum liegt der Bungalow-Baustil derzeit so im Trend? Ganz einfach: Er bietet maximalen Komfort für alle Bewohner – vom Kleinkind bis zum Senior – zu jeder Zeit und in jeder Lebenssituation.

Wohnen auf einer Ebene – Vorteile für die ganze Familie.

Wohnen auf einer Ebene – Vorteile für die ganze Familie. © GettyImages

In diesem Beitrag erfahren Sie

  •  Vorteile eines Bungalows (ein Geschoß, ebenerdig, keine Treppen, große, leicht begehbare Räume, hoher Wohnkomfort für jedes Alter)
  • Tipps zur Grundrissplanung
  • Die Wahl der richtigen Dachform
  • Wissenswertes zum Thema Barrierefreiheit

Die eingeschoßige Bauweise ist charakteristisch für den Bungalow. Das ist ganz klar auch einer der vielen Vorteile, die sich durch diesen Baustil ergeben.

Die eingeschoßige Bauweise ist charakteristisch für den Bungalow. Das ist ganz klar auch einer der vielen Vorteile, die sich durch diesen Baustil ergeben. © GettyImages

Flexible Grundrissplanung

Der Grundriss reicht von der klassischen quadratischen oder rechteckigen Form bis hin zu sogenannten Winkelbungalows. Durch die L-Form entsteht eine Art Patio, also ein Innenhof. Generell ist die Grundfläche des Bungalows größer als bei anderen Baustilen. Das heißt, man benötigt vergleichsweise für die gleiche Anzahl an Räumen mehr Platz. Eine effiziente Raumplanung und eine flexible Raumgestaltung sind entscheidend für den Wohnkomfort.

 

Tipp: Im Laufe der Zeit muss ein Haus verschiedensten Ansprüchen der Bewohner gerecht werden. Gestalten Sie Räume deshalb so, dass sie sich jeder Lebenssituation anpassen. Zum Beispiel können Räume auch doppelt genutzt werden – als Gästezimmer und Büro etc. Durch Trockenbauwände können Räume jederzeit vergrößert oder verkleinert werden.

Machen Sie Ihren Garten zum verlängerten Wohnzimmer.

Machen Sie Ihren Garten zum verlängerten Wohnzimmer. © GettyImages

Gut bedacht

Auch bei der Wahl der Dachform gibt es kaum Einschränkungen. Viele Bauherren entscheiden sich für ein Flachdach, aber auch das Sattel- oder Walmdach erfreut sich größter Beliebtheit. Für welches Dach Sie sich bei Ihrem Bungalow auch entscheiden, mit diesem Haustyp liegen Sie auf jeden Fall im Trend. Neben persönlichen Vorlieben gibt es noch andere wichtige Entscheidungsfaktoren bei der Wahl der Form und des Materials der Dacheindeckung. Die wichtigsten Dachformen im Überblick und ihre Eigenschaften finden Sie hier.

Ist ein Bungalow barrierefrei?

Ein Bungalow kann, muss aber nicht barrierefrei sein. Eine Bungalow-Bauweise bedeutet nicht zwangsweise barrierefreies Wohnen; bietet sich aber besonders dafür an. Zunächst einmal: Was bedeutet „barrierefrei“? Unter Barrierefreiheit versteht man die hindernisfreie Haus- und Wohnraum-Gestaltung. Ziel ist es, Einschränkungen im täglichen Leben für Menschen mit körperlichem Handicap zu vermeiden. Zudem soll ausreichend Bewegungsfreiheit ermöglicht werden.

Barierefreies Bad: Von Anfang an beim Planen und Bauen an die Zukunft denken.

Barierefreies Bad: Von Anfang an beim Planen und Bauen an die Zukunft denken. © GettyImages

Wie geht „barrierefrei“ bauen?

Barrierefreiheit beginnt bereits bei Türen, Fenstern und dem Garagentor und umfasst auch die Raumplanung, Auswahl der richtigen Bodenbeläge, Sanitär- und Küchen-Bereich. Dabei müssen gewisse Normen und Gesetze berücksichtig werden.

 

  • Neben der Breite (Türen laut ÖNORM mind. 90 cm, Garagentore um die 3 m) sollten Eingänge in schwellenloser Ausführung gestaltet und mit automatisierten Öffnungsmechanismen versehen werden.
  • Glastüren sollten eine kontrastreiche Rahmenkonstruktion aufweisen und farblich markiert werden, um möglichen Unfällen vorzubeugen.
  • Um einen freien Ausblick auch im Sitzen oder Liegen zu ermöglichen, sollten Fenster eine Parapethöhe (Abstand zwischen Boden und Fensterbrettoberkante) von maximal 60 Zentimetern erreichen.  Achtung: Unbedingt eine Absturzsicherung anbringen.
  • Großzügiges Platzangebot im Badezimmer, Stütz- und Haltegriffe, bodenebene Einstiegsmöglichkeiten in Badewanne oder Dusche und hindernisfreier Zugang zum WC gehören ebenfalls zu den Vorgaben.
  • Darüber hinaus sollten Schalter, Steckdosen, Türdrücker und andere Bedienelemente in einer Höhe montiert sein, die für alle Bewohner einfach zu erreichen ist.

 

Barrierefreiheit endet nicht im Haus, sondern betrifft auch den Außenbereich. Erfahren Sie im Artikel "Den Garten fast barrierefrei genießen" mehr darüber.

 

Barrierefreies Wohnen ist ein Thema der Zukunft und betrifft nicht nur ältere Menschen. Durch überlegtes, vorausschauendes Planen und (Um)bauen lassen sich künstliche Barrieren minimieren und somit die Lebensräume für alle Bewohner so angenehm wie möglich gestalten.

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