Die Baustelle richtig planen

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Als zukünftiger Bauherr sollten Sie die Bestimmungen für eine sichere, funktionierende Baustelle kennen. Wir haben für Sie die wichtigsten Eckpunkte zusammengefasst – so gelingt die Einrichtung Ihrer Baustelle in Windeseile.

Um Ihre, aber auch die Sicherheit Anderer, zu gewährleisten, sollten Sie einige Punkte bei der Baustellenplanung beachten.

Um Ihre, aber auch die Sicherheit Anderer, zu gewährleisten, sollten Sie einige Punkte bei der Baustellenplanung beachten. © GettyImages

Welche Voraussetzungen muss die Baustelle erfüllen?

Bevor der Startschuss zum Bau des neuen Eigenheims erfolgen kann, muss gemäß Bauarbeiten-Koordinationsgesetz (BauKG) die Baustelle richtig eingerichtet werden – dazu zählen mehrere Punkte, die Sie als Bauherr unbedingt umsetzen müssen. Verlassen Sie sich am besten auf den Lagerhaus-Baukoordinator: So ist ein rascher, unkomplizierter Baufortschritt garantiert.

 

1. In einem ersten Schritt muss der Baugrund mit einem Zaun abgesichert werden. Das Betreten durch Unbefugte soll so verhindert werden. Hinzu kommt das Aufstellen von Hinweisschildern.

2. Der Bauherr hat aber auch dafür Sorge zu tragen, dass die allgemeinen Grundsätze der Gefahrenverhütung berücksichtigt werden. Potenzielle Gefahrenquellen (z.B. Baugruben, Bretter, Leitern etc.) müssen als ersichtlich gekennzeichnet und idealerweise am Ende des Arbeitstages entfernt werden. Absperrschranken, Absturzsicherungen, ein Anfahrschutz sowie Warnbänder sind ebenfalls ein wichtiger Teil des Sicherheitsstandards auf Baustellen.

3. Eine weitere Pflichtübung besteht im Legen eines Wasser- und Stromanschlusses – und zwar noch vor Baubeginn, wenn auch nur als Provisorium.

Achtung: Spannungsführende Kabel und Drähte sollten keinesfalls freiliegen.

 

4. Vorsicht ist zudem bei Gasleitungen geboten. Wird ein Gasrohr unabsichtlich angebohrt, besteht höchste Explosionsgefahr! Alle Baustellen-Arbeiter müssen daher unbedingt über mögliche Gefahren im Vorfeld präzise aufgeklärt werden. Wichtig ist in dem Zusammenhang natürlich auch die strenge Einhaltung des Rauchverbots.

5. Auch für Umkleide- und Sanitär-Einrichtungen für die Arbeiter in behördlich vorgeschriebener Anzahl und Ausführung muss vorgesorgt sein. Achtung: Das Anlegen von Senkgruben ist nicht zulässig!

6. Eine Erste-Hilfe-Ausstattung sollte ebenfalls immer vorhanden und leicht zugänglich sein. Gleiches gilt für Vorrichtungen zum Feuerschutz.

 

HINWEIS: Bei vielen dieser Verantwortlichkeiten kann Sie Ihr Lagerhaus mit Rat und Tat unterstützen. Deshalb sollten Sie für weitere Informationen rund um die Organisation Ihrer Baustelle einfach in Ihrem Lagerhaus vorbeischauen. So artet Ihr Bauprojekt nicht schon von Beginn an in Stress aus.


4. Vorsicht ist zudem bei Gasleitungen geboten. Wird ein Gasrohr unabsichtlich angebohrt, besteht höchste Explosionsgefahr! Alle Baustellen-Arbeiter müssen daher unbedingt über mögliche Gefahren im Vorfeld präzise aufgeklärt werden. Wichtig ist in dem Zusammenhang natürlich auch die strenge Einhaltung des Rauchverbots.

5. Auch für Umkleide- und Sanitär-Einrichtungen für die Arbeiter in behördlich vorgeschriebener Anzahl und Ausführung muss vorgesorgt sein. Achtung: Das Anlegen von Senkgruben ist nicht zulässig!

6. Eine Erste-Hilfe-Ausstattung sollte ebenfalls immer vorhanden und leicht zugänglich sein. Gleiches gilt für Vorrichtungen zum Feuerschutz.


TIPP: Auf Baustellen bei Wald- und Tischlerarbeiten sowie beim Trennen und Schweißen sind ein Schutzhelm, eine Schutzbrille, ein Gehörschutz, ein Atemschutz, Arbeitshandschuhe, Knie- und Schienbeinschützer in Schalenform, Sicherheitsschuhe und robuste Arbeitsbekleidung oberstes Gebot. Schutzkleidung ist wichtig!


7. Die Baugrube darf nicht als „Mülldeponie“ missbraucht werden! Das heißt, Bauschutt darf nicht in den Raum zwischen Keller und Aushubwand entsorgt werden. Warum? Weil dieser Raum mit speziellem Schotter verfüllt werden muss. Nur so kann garantiert werden, dass dauerhaft Wasser zu der Drainageleitung durchgelassen wird, das der gefüllte Raum nicht zusammensackt und dem seitlichen Erddruck auch standhält. Hinzukommt, dass eine falsche Befüllung die Wärme- und Feuchtigkeitsisolierung des Kellers negativ beeinflusst.
 

HINWEIS: Bei der regelmäßigen Entfernung von Abfallmaterialien, Bauschutt, Leergebinden oder Restmaterialien kann Sie Ihr Lagerhaus auf Wunsch gerne unterstützen.

Die Meilensteine Ihres Hausbaus im Überblick

  1. Baustellenvorbereitung
    Zunächst muss die Baustelle ausreichend gesichert werden und dann mit Baustrom, Wasser und Zufahrten ausgestattet werden. Zudem wird der Mutterboden zumeist abgetragen und eingelagert. Gegebenenfalls stehen vorher noch Abbrucharbeiten vorhandener Bauten am Plan. Mehr erfahren: "Das Für und Wider des Kellerbaus"
     
  2. Aushub, Fundament bzw. Keller
    Mit diesem Meilenstein schaffen Sie die Grundlage für Ihr Haus. Für Fundament bzw. Bodenplatte muss nun Erde ausgehoben werden. Falls ein Keller gebaut werden soll, wird eine entsprechend tiefe Baugrube ausgehoben und zusätzlich stabilisiert. Anschließend erfolgt der Bau des Kellers. In dieser Bauphase werden auch notwendige Kanalrohre etc. verlegt. 
     

  3. Rohbau von Erd- bis Dachgeschoß
    Dies ist mit Abstand die größte und wichtigste Etappe auf Ihrem Weg zum Traumhaus. Zunächst werden die Wände gemauert und die Decke bzw. Zwischendecke eingezogen, wenn das Haus mehrstöckig werden soll. Auch in Beton gegossene Treppen werden zu diesem Zeitpunkt bereits berücksichtigt.
     

  4. Dachstuhl und Dach
    Wenn der Zimmermann den Dachstuhl fertiggestellt hat, wird traditionell das Richtfest gefeiert – eine gute Gelegenheit, um das Erreichen der bisherigen Meilensteine zu würdigen. Neben der Dacheindeckung (Hier geht's zum Artikel "Dacharten im Überblick".spielt auch die richtige Dämmung eine bedeutende Rolle. Wies's geht lesen Sie im Beitrag "Das Dach innen und
    außen dämmen"
    .
     

  5. Fenster und Außentüren
    Fenster, Terrassentüren und Haustüren gehören zu den wichtigsten Elementen eines Hauses. Sie sorgen nicht nur für helle Räume und ein wohliges Raumklima, sondern bestimmen mitunter auch das Aussehen ihres Hauses. Bereits in dieser Phase sollte auch an den Sonnenschutz gedacht werden. Mit den richtigen Fenstern - mehr im Artikel "Den Durchblick haben beim Fensterkauf" - und Haustüren (Tipps gibt's im Artikel "Rund um die Haustür".) und dem fachgerechten Einbau der Lagerhaus Montage-Teams vermeiden Sie Wärmeverluste und zusätzliche Kosten. Mehr zum Thema Fenstermontage im Artikel "Montage für Fenster & Türen".
     

  6. Installationen
    Nun werden alle wichtigen Anschlüsse (Rohre, Wasserzähler, Lüftungen,…) für den Sanitärbereich vorbereitet. Lesen Sie mehr über Wasserleitungen verlegen im Artikel "Das A & O der Wasserversorgung". Erste Elektro- und Heizungsinstallationen stehen auf dem Programm. Welches Heizungssystem für Sie passen könnte erfahren Sie im Artikel "Heizungen im Vergleich". Auch eine Solar- oder Photovoltaikanlage sollten Sie in Erwägung ziehen.
    Lesen Sie mehr darüber im Artikel "Photovoltaikanlage - Holen Sie sich Ihr persönliches Angebot".
     

  7. Innenputz
    Bevor der Innenputz aufgebracht wird, erfolgt der Einbau von Innenfensterbänken. Anschließend werden Wände und Decken anstreichfähig verspachtelt bzw. verputzt. Je nach Geschmack kann zwischen glatten und stukturierten Putzen unterschieden werden. Tipps zur Vorbereitung Ihres Wandanstrichs gibt es im Artikel "Wände richtig vorbereiten".
     

  8. Estrich
    Die Betonplatte, die an das Erdreich grenzt, wird gegen aufsteigende Feuchtigkeit abgedichtet. Unter dem Estrich und ggf. der Fußbodenheizung wird eine Wärmedämmung verlegt und optional eine Schüttung aufgebracht. Falls erforderlich, wird auch eine Trittschalldämmung eingebaut. Sollten Sie sich für eine Fußbodenheizung entschieden haben, wird diese verlegt und erst dann der Estrich aufgebracht. Über die verschiedenen Arten des Estrichs lesen Sie im Artikel "Welcher Estrich passt am besten für Ihr zu Hause".
     

  9. Fertigstellung von Sanitär- und Elektroinstallationen
    Jetzt werden Steckdosen eingebaut und Lichtschalter, Armaturen und Heizkörper angebracht. Im Badezimmer werden zuvor noch Wand- und Bodenfliesen verlegt, sowie Bade- und/oder Duschwanne eingesetzt.
     

  10. Fußböden verlegen
    Mit Beendigung dieses Schrittes kommt zum ersten Mal ein heimeliges Gefühl auf. Für welchen Bodenbelag Sie sich entscheiden, hängt vor allem von Ihren persönlichen Vorlieben ab. Ihr Lagerhaus Berater hilft Ihnen bei Auswahl. Welcher Boden soll es werden? Hier lesen Sie mehr: "Parkett, Laminat oder doch ein Fliesenboden?".
     

  11. Malerarbeiten
    Selber malen ist DER Klassiker unter den Eigenleistungen. Auch hier sollte man den Aufwand nicht unterschätzen. Wir wissen es wie es geht: "Tipps für den Innenanstrich". Profis arbeiten schneller, genauer und wissen welche Farbe am besten geeignet ist. Übrigens haben auch Tapeten ihre Vorteile und sind wieder im Kommen. Im Artikel "Ganz einfach: Zimmer selber tapezieren" zeigen wir Ihnen, wie es geht.
     

  12. Einbau Innentüren
    Lehnen Sie sich zurück: Mit dem Lagerhaus haben Sie die Gewissheit, dass echte Profis am Werk sind, wenn es um den Einbau von Türzarge (Türrahmen) und Türblatt geht. Gemeinsam mit Ihrem Fachberater finden Sie die richtige Innentür. Was Sie vorm Türenkauf beachten sollten: "Die passenden Innentüren für Ihr Haus".
     

  13. Außenverputz und Fassadendämmung
    Die Fassade des Hauses verleiht Ihrem Haus nicht nur den letzten Schliff, sondern schützt die Bausubstanz Jahrzehnte lang vor Witterungen. Durch das Anbringen einer Wärmedämmung werden Wärmeverluste verhindert bzw. reduziert. Zu den Infos im Artikel: "Dämmstoffe für die Fassade". Mit dem richtigen Putz ist die Gebäudehülle vor äußeren Einflüssen gewappnet.
     

  14. Außengestaltung
    Wenn Ihr Traumhaus endlich fertig gebaut ist, können Sie sich um das „Drumherum“ kümmern: Gärten, Terrassen, Wege, Stellplätze, Einfahrten, Carports, Garagen, Einzäunung u.v.m. – es gibt unzählige Möglichkeiten, das Grundstück um Ihr Haus zu gestalten. Ihr Lagerhaus hilft Ihnen auch hierbei sehr gerne.

Baudokumentation

Sobald die Bauarbeiten begonnen haben, besteht Ihre wichtigste Aufgabe als Bauherr darin, diese zu dokumentieren. Die sogenannten Bautagesberichte sind ein Dokumentationsmittel, das der Bauherr führt (ÖNorm B 2110). Ergänzt durch Fotos oder Videos wird die Baudokumentation zusätzlich zu einer Sammlung von Erinnerungen an eine besondere und aufregende Zeit in Ihrem Leben. Ihr Lagerhaus-Baufachberater unterstützt Sie gerne dabei, denn es gibt einiges zu beachten.

Wir bringen’s

Wer baut oder saniert, der hat genug um die Ohren und möchte sich nicht zusätzlich noch Gedanken über den Transport seiner Baumaterialien machen. Deshalb liefern wir Ihre Produkte termingerecht direkt auf die Baustelle – wenn gewünscht auch mit einem Ladekran. Fragen Sie in Ihrem Lagerhaus nach unserem Service!

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