In 4 Schritten zu mehr Ordnung in der Speisekammer

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Eine gut organisierte Speisekammer bringt mehr Freude, hilft Geld zu sparen und beugt Lebensmittelverschwendung vor. Wir verraten Ihnen wie!

Werfen Sie zwischendurch einen Blick auf das Ablaufdatum der Lebensmittel in Ihrer Vorratskammer.

Werfen Sie zwischendurch einen Blick auf das Ablaufdatum der Lebensmittel in Ihrer Vorratskammer.

Kennen Sie das: Sie hatten keine Zeit zum Einkaufen und durchsuchen die eigentlich prallvolle Speisekammer nach Essen? Am Ende halten Sie eine Packung längst abgelaufener Nudeln in der Hand, an deren Kauf Sie sich schon nicht mehr erinnern können. Spätestens dann wird klar: Es muss mehr Ordnung her! Wir geben Ihnen eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Schritt: Ausräumen

Räumen Sie alle Regale, Körbe, Kisten, etc. leer und stellen Sie die Lebensmittel am besten in Gruppen auf. Eine Einteilung könnte wie folgt aussehen:
 

  • Obst/Gemüse
  • Getreideprodukte/Pseudogetreide/Reis
  • Konserven/Eingewecktes/Marmeladen
  • Getränke
  • Öl/Essig
  • Zutaten/Gewürze
  • Naschwerk

2. Schritt: Haltbarkeitsdatum prüfen

Vor allem Gewürze sind sogenannte „Ladenhüter“. Bei den zahllosen Gewürzsäckchen verliert man leicht den Überblick. Besser eignen sich Gewürzgläser zur Aufbewahrung. Sollten Sie ein abgelaufenes Gewürz finden, werfen Sie es nicht gleich weg! Gewürze sind meist noch nach Monaten über dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) genießbar. Sie verlieren jedoch über die Zeit stark an Geschmack. Ganze Gewürze wie Nelken, Muskatnuss, etc. halten besonders lange, während gemahlene Gewürze schnell fad schmecken.

Welche Lebensmittel über dem MHD noch zum Verzehr geeignet sind, finden Sie in der Tabelle:

 

Lebensmittel Haltbarkeit Optimale Lagerung
Abgepacktes Brot Industriell hergestelltes und abgepacktes Brot ist bis zu 8 Wochen haltbar und kann, sofern kein Schimmel sichtbar ist, auch nach dem MHD gegessen werden. Luftdicht und bei Zimmertemperatur. Achtung! Nicht im Kühlschrank lagern. Das beschleunigt den Verfall.
Nudeln Getrocknete Nudeln sind auch lange nach dem Ablaufdatum genießbar. Das gilt nicht für Eiernudeln! Hier sollte man sich an das MHD halten. Trockene Lagerung
Reis Mit 2 Jahren gehört Reis zu den langlebigsten Nahrungsmitteln. Weißer Reis hält länger als Natureis. Trockene und luftdichte Lagerung.
Mehl Ausschlaggebend ist der Ausmahlungsgrad. Feine Mehle halten 2-3 Monate und grobe Mehle bis zu einem Jahr und länger. Achtung! Mehlmotten kriechen gerne in angebrochene Packungen. Lagern Sie Mehle daher immer fest verschlossen und trocken.
Müsli und Cornflakes Sofern kein Schimmel sichtbar, sind Müslis und Cornflakes noch Monate nach Ablauf essbar. Gut verschlossen und trocken lagern.
Mineralwasser Ungeöffnete Flaschen sind nahezu unbegrenzt haltbar. Dunkle und kühle Lagerung.
Saft Abhängig von der Verpackung sind Säfte bis zu einem Jahr nach MHD trinkbar. Dunkle und kühle Lagerung.
Bier Bier ist auch Wochen und Monate nach MHD genießbar. Vermeiden Sie extreme Temperaturschwankungen und schützen Sie es vor direkter Sonneneinstrahlung.
Wein Qualitätsweine sollten Sie möglichst nicht lange lagern. Haltbarkeit kann stark schwanken zwischen 1-10 Jahre. Kühle Lagerung und keine direkte Sonneneinstrahlung.
Obst Zählt zu den schnell verderblichen Nahrungsmitteln. Äpfel können jedoch bei guter Lagerung auch nach Wochen noch essbar sein. Einheimische Sorten mögen es kühl, während man exotische Früchte bei Zimmertemperatur lagern sollte. Äpfel sind aufgrund des Reifegases Ethylen getrennt aufzubewahren. (Gilt auch bei Tomaten!)
Gemüse Generell gilt: Je wasserreicher die Gemüsesorte, desto schneller verdirbt sie. Achten Sie wieder auf den Wasseranteil. Je höher der Anteil, desto weniger Kälte verträgt das Gemüse.
     
    Tipp: Zwiebeln, Knoblauch und Kartoffeln halten besonders lange in nicht ganz abgeschlossenen Tontöpfen und bei Dunkelheit.

 

Bevor Sie jedoch alles wieder in die Regale räumen, sollten Sie sich vorher eine Liste an Gerichten zusammenstellen, in denen Sie diese Lebensmittel demnächst verarbeiten möchten. Das spart Geld und bringt Abwechslung auf den Speiseplan. Spenden statt verschwenden: Es gibt zahlreiche Gruppen in den sozialen Medien, deren Mitglieder die abgelaufene Ware gerne abholen und verwerten. 

3. Schritt: Regale und Ordnungssysteme

Haben Sie auch tatsächlich ausreichend Stauraum und Ablagefläche? Der Hausstand vergrößert sich in der Regel von Jahr zu Jahr. Wo vorher noch Löcher klafften, sind heute lose Packungen übereinander geschlichtet. Nutzen Sie die Gelegenheit und erweitern Sie Ihre Regalwand um ein neues Steckregal oder besorgen Sie sich ein komplettes Ordnungssystem. Alte Schuhkartons eignen sich ebenfalls gut zum Verwahren von Gewürzen. Besser: Transparente Ordnungsboxen. Der Inhalt lässt sich dadurch leichter nachvollziehen. Hülsenfrüchte, Nudeln, Müsli usw., abgefüllt in Einmachgläsern, erleichtern nicht nur die Entnahme, sondern sehen auch hübsch aus. Beschriften Sie die Gläser anschließend mit dem Lebensmittelnamen und dem Ablaufdatum.

4. Schritt: Auswischen und Einräumen

Bevor Sie sich nun an das Einräumen machen, sollten Sie nochmals alle Regalböden und Kisten auswischen. Anschließend können Sie mit dem Einschlichten beginnen. Befüllen Sie Gläser, Boxen, Vorratsdosen und –behälter mit losen Lebensmitteln (z.B. Nudeln, Müsli, etc.) zuerst. Gewürzpackungen, Saucen- bzw. Suppentüten ordnen Sie am besten hintereinander und nach Ablaufdatum. Beginnen Sie mit dem frühesten Mindesthaltbarkeitsdatum. Versuchen Sie alle Behälter nach Produktgruppen zu befüllen, so wie Sie es schon beim Ausräumen getan haben. Einen noch besseren Überblick bekommen Sie, wenn Sie diese Produktgruppennamen auf die Boxen schreiben. Ist alles Kleinzeug abgefüllt und in Kisten gepackt? Dann können Sie anfangen einzuschlichten:
 

    • Schwere Gegenstände, wie z.B. Saftflaschen, sollten Sie auf den Boden bzw. in die unterste Etage stellen.
    • Neugekauftes oder Langhaltbares schlichten Sie immer nach hinten. So brauchen Sie automatisch bald Abgelaufenes zuerst auf. 
    • Leicht Verderbliches sollten Sie in Augenhöhe und griffbereit einräumen.
    • Lagern Sie Putzmittel nicht in unmittelbarer Nähe zu Lebensmitteln und auslaufsicher.
    • Beschriften Sie Regalböden nach Produktgruppen.
    • Schreiben Sie eine Vorratsliste und hängen Sie sie gut sichtbar auf.
       

Ein Tipp zum Schluss: Nehmen Sie sich einmal in der Woche Zeit und prüfen Sie die Vorräte bzw. räumen Sie auf. Je länger Sie warten, desto mehr Zeit benötigen Sie beim nächsten Aussortieren.

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