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wissenswertes

Wenn die Tomaten rot und rund in der Sonne leuchten, die Zucchini jede Menge Früchte tragen und die Beeren schnell vom Strauch sollen, sind zupackende Hände gefragt. Wir zeigen, wie Sie die Erntefülle schnell verarbeiten können.

Obst und Gemüse sollten Sie zwischen 2 bis 7° C lagern.

Obst und Gemüse sollten Sie zwischen 2 bis 7° C lagern. © RWA

Gemüse in Hülle und Fülle

Tomaten sind die unangefochtene Nummer 1 unter den Gemüsearten, egal ob noch sonnenwarm direkt im Garten genascht oder zu köstlichen Gerichten verarbeitet. Selbstgemachtes Ketchup schmeckt nach sonnengereiften Tomaten und feiner Würze, ganz anders als fertig gekauftes. Wenn Sie Ihr Ketchup oder Ihre Tomatensauce selber machen, wissen Sie auch ganz genau, was darin enthalten ist.

 

Mehr Tipps zum Ernten von Tomaten gibt es im Artikel "So ernten Sie perfekte Paradeiser".

 

Tomatenketchup selbst gemacht

Zutaten: 2 kg Paradeiser, 2 rote Paprika, 4 Zwiebeln, 2 Knoblauchzehen, 50 g Zucker, ¼ l Apfelessig, 15 Senfsamen, 10 Pfefferkörner, ½ TL Kreuzkümmelsamen, 1 TL Kräutersalz, 1TL Paprikapulver, Chilipulver, Muskatnuss und Currypulver nach Geschmack

Zubereitung:

  • Paradeiser und Paprika waschen.
  • Stielansätze und Paprikasamen entfernen, in grobe Stücke schneiden.
  • Zwiebeln und Knoblauch schälen und grob hacken.
  • Alles in der Hälfte des Apfelessigs weich kochen.
  • Die Masse durch die „Flotte Lotte“ (Passiersieb) passieren oder pürieren.
  • Senf- und Pfefferkörner sowie Kreuzkümmel in einen Kaffee- oder Teefilter geben, zubinden und mit den übrigen Gewürzen und dem restlichen Essig unter die Tomaten-Paprikamasse mischen.
  • Alles zu einer dicken Masse einkochen.
  • Den Filter mit den Gewürzen herausnehmen, das Ketchup heiß in Schraubgläser füllen und verschließen.

 

Ideal für den Sommer: Geröstetes Tomatensugo. Dieses Rezept und weitere tolle Ideen finden Sie auf kostbarmacher.at

Tomaten können Sie wunderbar in Form einer selbstgemachten Sauce haltbar machen.

Tomaten können Sie wunderbar in Form einer selbstgemachten Sauce haltbar machen. © RWA

Fisolen sollten Sie nicht zu spät ernten, sondern solange sie noch flach sind und die Samen sich noch durchdrücken. Sie können sie nicht nur einfrieren, sondern auch süßsauer in Essig einlegen.

 

Bei der Ernte von Zuckererbsen müssen Sie die Fasern an den Hülsennähten abziehen. Die Hülsen ernten Sie, sobald sich die Samen leicht abzeichnen.

 

Als typisches Blattgemüse sollte Mangold nach der Ernte möglichst bald verspeist werden. Selbst im Kühlschrank hält er sich – in ein feuchtes Geschirrtuch eingeschlagen – nur zwei Tage.

 

Wenn es den Zucchinipflanzen gut geht, fällt die Ernte üppig aus. Am besten ernten Sie Zucchini jung und knackig, dann schmecken sie besser und Sie vermeiden unbezwingbare Erntemengen. Aus größeren Exemplaren können Sie Suppe zubereiten und als Magenwärmer für kalte Tage einfrieren.

 

Salatgurken eignen sich für sommerliche Salate oder als Rohkost, Freilandgurken mit einem festeren, weniger wasserreichen Fruchtfleisch auch für Suppen oder Eintöpfe. Gurken halten sich bei kühler und dunkler Lagerung, am besten in einem Keller, bis zu zwei Wochen. Wegen ihres hohen Wassergehalts eignen sie sich aber nicht zum Einfrieren. Im Kühlschrank halten die Gurken nur wenige Tage.

 

Für eine reichhaltige Ernte benötigen Sie nicht immer viel Platz. Auch auf kleiner Fläche gedeiht Köstliches. Im Video "Große Ernte auf kleinem Raum" zeigen wir, wie es geht.

Vorsorgen für den Winter

Kartoffeln lagern Sie am besten im Keller.

Kartoffeln lagern Sie am besten im Keller. © RWA

Äpfel und Birnen

Ob ein Apfel reif ist, merken Sie, wenn Sie ihn am Baum leicht nach oben anheben: Bricht er samt Fruchtstiel vom Baum, ist er erntereif. Zum Lagern eignet sich nur Pflückobst. Fallobst, verletzte Früchte sowie solche ohne Stiel sollten hingegen sofort gegessen oder zu Strudel, Kompott oder Mus verarbeitet werden.

 

Birnen sind pflückreif, wenn die Schale von grün nach gelbgrün färbt und sich die Früchte beim vorsichtigen Kippen vom Baum lösen. Wenn Sie sie frisch essen wollen, sollten Sie noch ein paar Tage länger warten. Dann sind sie weich und haben das beste Aroma. Sie lassen sich aber nicht lagern.

Birnen können Sie einlegen, einkochen, zu Kompott verarbeiten und auch dörren.

Birnen können Sie einlegen, einkochen, zu Kompott verarbeiten und auch dörren. © RWA

Lagerbedingungen

Die idealen Lagertemperaturen betragen etwa 2 bis 7° C. Wenn kein kühler Kellerraum zur Verfügung steht, können Sie das Gemüse im Frühbeetkasten oder in einer Miete im Garten einschlagen. Ein warmer Keller ist auf keinen Fall geeignet. Kontrollieren Sie das Lager regelmäßig und entfernen Sie Gemüse mit Faulstellen. Bewahren Sie Gemüse nie zusammen mit Äpfeln auf, denn besonders diese Früchte geben hohe Mengen Ethylen, ein Reifegas, ab. Dadurch reift das Gemüse zu schnell nach.

Alles gut gewürzt

Die ätherischen Öle von Kräutern werden vor allem bei hohen Temperaturen und Sonnenschein ausgebildet. Wer nach einigen Sonnentagen und am Vormittag erntet, erhält das intensivste Aroma. Die Kräuter sollten nur bei trockenem Wetter geerntet und danach nicht gewaschen werden.

 

Selbstgemachtes Pesto

Zutaten: 2 bis 3 Handvoll Petersilie, Rosmarin oder Basilikum, 3 EL gehackte Mandeln, 30 g Bergkäse, 150 ml Olivenöl, Salz

Zubereitung: Alle Zutaten mit dem Pürierstab oder im Mörser zu einer Paste verarbeiten, in Schraubgläser füllen und mit einer Schicht Olivenöl bedecken. Für zusätzliche Geschmacksnuancen geben Sie einen Schuss Essig oder Zitronen- bzw. Orangenzesten hinzu.

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