
Koniferen und immergrüne Sträucher
Checkliste
- Nadelgehölze
- Laubgehölze
- Topfpflanzen
- Frostschutz
- Gießen
- Schneebruch vorbeugen
- Richtiges Einpflanzen
- Unterpflanzung
Passende Produkte aus unserem Sortiment
Immergrüne Laubgehölze und Koniferen sind ein lohnendes Gestaltungsmittel für alle Gärten. Dank ihnen dominieren den Winter über nicht nur Grau- und Brauntöne das Gartenbild. Bei überlegter Auswahl der Pflanzen ist ein Garten auch im Winter dekorativ. Die Vielfalt ihrer Wuchsformen reicht dabei von schlanken Säulen über breite Kegel und malerische Hängeformen bis zu den bodenbedeckenden Teppichen.

Nadelgehölze
- Araukarie (Araucaria araucana): kegelförmige Krone mit etagenförmig angeordneten Ästen, bis zu 5 m hoch und 2 m breit; bis 5 cm lange Nadeln und große Zapfen; gedeiht nur in sehr geschützten Lagen und im Weinbauklima in kalten Lagen, Winterschutz nötig
- Europäische Eibe (Taxus baccata): bis 5 m hoch und 5 m breit, sehr langsamwüchsig; dunkelgrüne Nadeln bis 3 cm lang, rote, fleischige Früchte; alle Teile giftig
- Säulenzypresse (Cupressus sempervirens ´Stricta`): Nadeln 1 bis 2 mm lang und in dichten Büscheln; schlanker, säulenartiger Wuchs, bis zu 8 m hoch und 2 m breit; vollsonniger warmer, geschützter Standort, in jungen Jahren Winterschutz nötig
- Mädchenkiefer (Pinus parviflora ´Glauca`): bis 5 cm lang, silbrig-blaugrüne Nadeln; eiförmige Bockerln; Wuchshöhe bis 7 m hoch und 3 m breit; für Solitärstellung
- Heimischer Wacholder (Juniperus communis): Nadeln bis 1,5 cm lang, graugrün; kugelige Zapfen; bis 6 m hoch und 2 m breit; auch als Zwerg-, Kriech- und Säulenformen erhältlich; sonniger Standort mit trockenem Boden
- Serbische Fichte (Picea omorika): 8 bis 15 cm lange, glänzend grüne Nadeln; bis zu 6 cm lange, hängende Zapfen; schlanker, kegel- bis säulenförmiger Wuchs, bis 12 m hoch und 2 m breit; auch Zwerg-, Kugel- und Säulenformen erhältlich

Immergrüne Laubgehölze
- Mahonie (Mahonia aquifolium, Mahonia japonica): ledrige, matt glänzende Blätter, gelbe Blütentrauben im April, blaue, essbare, saure Beeren im August, strauchförmig, bis 1,5 m hoch, windgeschützter Standort mit durchlässigem Boden
- Zwerg-Schneeball (Vibrunum davidii): länglich-elliptische, ledrige Blätter, weißrosa Blütendolden im Mai, intensiv stahlblaue Beeren im Herbst, dicht verzweigter, halbkugeliger, bis 1,5 m hoher Strauch; durchlässiger, möglichst kalkarmer Boden
- Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus); glänzend grüne Blätter, weiße Blütentrauben im Mai; Wuchs je nach Art und Sorte flach wachsend, kugelig bis schlank aufrecht, durchlässiger, humoser Boden, verträgt Trockenheit gut
- Stechpalme (Ilex aquifolium): glänzend grüne Blätter, zum Teil mit weißem oder gelbem Rand, rote Beeren, strauchförmiger Wuchs; durchlässiger, humoser, möglichst kalkarmer Boden
- Feuerdorn (Pyracantha): glänzende, lanzettliche Blätter, weiße Blütenrispen im Mai, Beerenfrüchte in Rot, Orange oder Gelb, bleiben sehr lange am Strauch, starke Dornen, aufrechter, bis 4 m hoher Wuchs, durchlässiger, eher trockener Boden
- Berglorbeer (Kalmia latifolia): elliptische, dunkelgrün glänzende Blätter, rosa Blüten im Mai und Juni, breitbuschiger Wuchs bis 2 m hoch, langsam wachsend; durchlässiger, feuchter, leicht saurer Boden

Es geht auch im Topf
Zwergformen im Topf, etwa Zwerg-Kriechwacholder (Juniperus procumbens ´Nana`), Zwerg-Kugelfichte (Picea glauca ´Lilliput`) oder Kissen-Berglatsche (Pinus mugo ´Mini-Mops`), können Sie auch auf der Terrasse und dem Balkon oder im kleinen Vorgarten verwenden. Vor Winterbeginn sollten die Töpfe mit Jutesäcken, Stroh- oder Kokosmatten umwickelt werden. Zusätzlich werden die Gefäße auf „Füße“ aus Styropor oder Holz gestellt. Das schützt den Topf und die Pflanzenwurzeln vor dem Durchfrieren bei strengem Frost. Alternativ können Sie Töpfe und Kübel auch mit Schilf- oder Strohmatten umstellen und den Zwischenraum mit Laub auffüllen. Das Laub wirkt wie eine wärmende Isolierschicht. Mehr Tipps, wie Sie Topfpflanzen überwintern gibt es im Artikel "Pflanzen vor der Kälte schützen" und im Artikel "Kübelpflanzen überwintern".
Schutz vor Frost
Viele Pflanzen vertragen tiefe Temperaturen, vor allem, wenn eine dicke Schneedecke vorhanden ist. Bei Kahlfrösten fehlt diese aber. Kommen dann noch kalte Ost- oder Nordwinde dazu, kann die Sache kritisch werden. Spätestens, wenn eine solche Wetterphase ins Haus steht, besser aber gleich zu Winterbeginn, sollten Sie schützend tätig werden und den Wurzelbereich der Gehölze mit einer lockeren, aber dicken Laubschicht bedecken. Äste, die beim Herbstschnitt angefallen sind, oder Reisigzweige werden darüber gelegt, damit das Laub nicht vom Wind verweht wird.
Schutz vor Vertrocknen
Immergrüne Gehölze verdunsten auch im Winter Wasser, während die gefrorenen Wurzeln von unten keinen Nachschub liefern können. Die Folge sind Trockenschäden. Um sich davor zu schützen, werfen Gehölze dann oft instinktiv ihre Blätter ab. Nicht immer aber reicht das als Überlebensstrategie aus. Vorbeugend sollten Sie immergrüne Gehölze an frostfreien Tagen regelmäßig gießen.
Schneebruch vorbeugen
Lockerer Pulverschnee bereitet den Sträuchern kein Problem. Nur unter schwerem, vereistem Schnee können Äste, deren Blätter viel Fläche bieten, brechen. Daher sollten Sie die die weiße Pracht vorbeugend immer wieder abschütteln oder mit einem Besen vorsichtig abkehren.
Tipps zur Pflanzung
Gepflanzt wird Ende März oder Anfang April, sobald der Boden nicht mehr gefroren ist. Die Pflanzgrube sollte mindestens die doppelte Größe des Wurzelballens haben und nach unten einen guten Wasserabzug gewährleisten. Am besten Sie verwenden Pflanzerde mit bioaktivem Ton oder torffreie Pflanzerde. Größere Gehölze brauchen einen Stützpfahl. Außerdem ist gutes Eingießen wichtig. Eine zusätzliche Düngung ist in der Regel aber nicht notwendig. Für Verfärbungen der Nadeln ist zumeist kein Nährstoffmangel verantwortlich. Häufig sind die Gartenböden sogar mit Nährstoffen überversorgt. Meistens sind es verdichtete Böden, Staunässe, zu kleine Pflanzgruben oder auch Wassermangel, die die Pflanzen leiden lassen. Wann die beste Pflanzzeit für Ihre Sträucher ist, lesen Sie im Artikel "Baum richtig pflanzen: Schritt-für-Schritt-Anleitung".

Was wächst unter Nadelbäumen?
Die Unterpflanzung von Nadelbäumen sollten Sie gut planen. Hier ist der Boden schattig und trocken, die Nadeln sorgen auch für einen sauren pH-Wert. Kalkliebende Pflanzen sind daher nicht geeignet. Besser klappt es mit Waldpflanzen wie Farnen und Storchschnabel (Geranium), Gräsern wie Bärenfell-Schwingel (Festuca gautieri) und Waldschmiele (Deschampsia caespitosa), aber auch Zwergginster (Chamaecytisus), der mit seinen gelben oder weißen Blüten hervorleuchtet.

Kommen Sie in ein Lagerhaus in Ihrer Nähe und lassen Sie sich beraten. Die Auswahl an Pflanzen und Gartenwerkzeug ist groß. Unsere Mitarbeiter sind Ihnen gerne behilflich.