Probleme im Rasen behandeln

wissenswertes

Nicht nur nach dem Winter sieht der Rasen mitgenommen aus, auch sehr heiße Sommertage bringen ihn an seine Grenzen. Oftmals bereiten Maulwurf und Wühlmaus unansehnliche Probleme. Dann heißt es, mit sanierenden und pflegenden Maßnahmen eingreifen.

Beugen Sie rechtzeitig den Unkrautwuchs im Rasen vor.

Beugen Sie rechtzeitig den Unkrautwuchs im Rasen vor. © RWA

Kahle Stellen im Rasen

Über den Winter kahl gewordene Stellen sollten Sie baldigst nachsäen, damit sich die Rasennarbe rasch wieder schließt und keine Unkräuter aufkommen können. Säubern Sie die Stelle von Steinen und Pflanzenresten und harken Sie das Saatgut mit einem Rechen oberflächlich ein. Anschließend die Stelle gut festtreten und bewässern. Die Stelle muss immer feucht bleiben. Nach ca. 6 Wochen können Sie sich wieder über eine geschlossene Rasenfläche freuen.

Kahle Stellen im Rasen gleich nachsäen.

Kahle Stellen im Rasen gleich nachsäen. © RWA

3 möglichen Ursachen für Moosbildung

  • Mangelnde Nährstoffversorgung: Moos ist genügsamer als Rasen und fühlt sich noch wohl, wenn die Rasengräser längst hungern. Mit abgestimmter Düngung können Sie schnell Abhilfe schaffen.
     
  • Bodenverdichtung und Staunässe: Vertikutieren, Aerifizieren und Besanden sind Maßnahmen, die die Durchlüftung des Bodens verbessern können. Dabei werden Rasenfilz, Wurzeln und Moos herausgearbeitet.
     
  • Tiefer Schatten: Prinzipiell wächst auf schattigen Plätzen kein Rasen. Ist der Platz im halbschatten, dann säen Sie Schattenrasen-Saatgut aus. Ist auch das nicht von Erfolg gekrönt, sind bodendeckende Schattenstauden die Alternative, z.B. Goldnessel, Immergrün und Waldsteinie.

Mit der richtigen Düngung Moos vorbeugen.

Mit der richtigen Düngung Moos vorbeugen. © RWA

Unkräuter im Rasen

Ein dichter Rasen lässt Unkraut gar nicht aufkommen. Erst bei kahlen Stellen oder Wasser- und Nährstoffmangel gewinnt es die Oberhand. Unerwünschte Kräuter mit Pfahlwurzeln oder Löwenzahn stechen Sie am besten aus. Bei feuchtem Boden geht das leichter als bei trockenem. Werden die Kräuter nur oberirdisch abgerissen, dann treiben sie bald wieder aus.

Löwenzahn im Rasen sofort ausstechen.

Löwenzahn im Rasen sofort ausstechen. © RWA

Unkrautwuchs im Rasen vorbeugen

  • Achten Sie bei der Rasen-Neuanlage auf einen möglichst unkrautfreien Mutterboden.
  • Verwende Saatgutmischungen mit großer Reinheit.
  • Säen Sie Kahlstellen sofort nach, denn je schneller die Rasennarbe geschlossen ist, desto geringer ist die Chance für Unkräuter.
  • Durch regelmäßiges Mähen bremsen Sie hohe Unkräuter wie den Löwenzahn ein. Durch häufiges Mähen verhindert man Blüten- und Samenbildung.

Pilzkrankheiten im Rasen

  •  Als Hexenringe bezeichnet man das kreisförmige Auftreten von Pilzen, die einen Stoff ausscheiden, der den Rasen absterben lässt
    Maßnahme: Die Bodendurchlüftung verbessern.
  • Schneeschimmel sind kleine, runde, von einem Myzelbelag überzogene Flecken, die auf ca. 30 cm anwachsen und ineinander übergehen können.
    Maßnahmen: Bodendurchlässigkeit verbessern, im Herbst nicht mit Stickstoff, sondern mit Kali düngen. Lesen Sie mehr darüber im Artikel "Schneeschimmel im Rasen".
  • Bei Blattflecken zeigen sich an den Grashalmen rote bis braune Flecken. Befallene Flächen werden braun und wirken vertrocknet.
    Maßnahmen: Kalibetonte Düngung, weniger beregnen, Staunässe vermeiden
  • Rostkrankheiten erkennt man an hellgelben Flecken auf den Blättern, später bilden sich Pusteln mit Pilzsporen aus. Die befallene Fläche erscheint gelblich-braun, der Rasen wirkt lückig.
    Maßnahmen: Ausgewogene Düngung mit Rasen-Langzeitdünger, Staunässe vermeiden.

 

Folgende Faktoren begünstigen Pilzbefall generell:

 

  • Hohe Luftfeuchtigkeit
  • Schatten
  • Dichter Rasenfilz
  • Überversorgung mit Wasser und Nährstoffen
  • Zu hohe Rasenhöhe während des Winters

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