Regenwasser nutzen

wissenswertes

Verwenden Sie Regenwasser statt wertvollem Trinkwasser. Das spart Geld. Entdecken Sie die Möglichkeiten.

Regenwasser ist nicht nur zum Gießen gut. Sparen Sie bis zu 50% Trinkwasser ein!

Regenwasser ist nicht nur zum Gießen gut. Sparen Sie bis zu 50% Trinkwasser ein! © Getty Images

Warum Regenwasser?

Regenwasser ist das beste Gießwasser für die Pflanzen, sowohl im Garten als auch im Haus. Abgesehen davon, dass es nichts kostet, ist es, im Gegensatz zum Leitungswasser, kalkfrei. Kalk im Wasser ist grundsätzlich nicht schädlich für Pflanzen, aber im Übermaß allerdings schon.

Er sorgt bei empfindlichen Pflanzen, wie beispielsweise beim Rhododendron, für eine schlechte Nährstoffaufnahme.

Im Leitungswasser können auch keimtötende  bzw. konservierende Zusätze wie Chlor oder Fluor enthalten sein, die manche Pflanzen nicht gut vertragen.

Wenn Sie Regenwasser nutzen, können Sie bis zu 50 % Trinkwasser einsparen!

Verwenden Sie Regenwasser für die Gartenbewässerung, die Autowäsche, das WC oder die Waschmaschine.

Trinkwasser sparen

Der durchschnittliche Wasserverbrauch liegt in Österreich bei ca. 50.000 l/Person im Jahr. Dadurch ergibt sich ein sehr hohes Einsparungspotenzial. Ein Regenwassertank bzw. eine Regenwasser-Nutzungsanlage hilft Wasser und Energie zu sparen. Durch eine optimale Regenwassernutzung kann bis zu 50 % des täglichen Verbrauchs an Trinkwasser eingespart werden.

Wie kann man Regenwasser effektiv nutzen?

Die einfachste Methode Regenwasser zu nutzen, ist eine Regenwassertonne für den Garten. Gießen Sie händisch mit einer Gießkanne oder mit Hilfe einer Regenfasspumpe den Garten.
Mit einer Regenwasser-Nutzungsanlage lässt sich in einigen Bereichen das Trinkwasser problemlos durch Regenwasser ersetzen.  Mögliche Anwendungen sind:
 

  • Autowäsche und Putzen
  • Gartenbewässerung
  • WC-Spülung
  • Waschen mit der Waschmaschine

Regenwasser-Nutzungsanlagen - was soll ich beachten?

Regenwasser-Nutzungsanlagen für die Gartenbewässerung sind weder anzeigepflichtig noch meldepflichtig. Nutzungsanlagen, die auch für die Haustechnik (Waschmaschine und WC-Spülung) eingesetzt werden, müssen bei Ihrem Wasserversorger angemeldet werden.

Regentonne oder Wassertank?

Mit beiden können Sie ganz leicht und viel Regenwasser sammeln und so Ihren Garten oder Balkon versorgen. Ihre Pflanzen werden es Ihnen danken!

 

Regentonne

Die schnellste, kostengünstigste und einfachste Methode Regenwasser zu sammeln, ist eine Regentonne aufzustellen. Einen Behälter in den Garten zu stellen und zu warten, bis die Tonne sich mit Regenwasser füllt, kann zu einem langwierigen Projekt werden. Effizienter ist es, wenn Sie den Behälter zu einem Fallrohr stellen.

Das Fallrohr kann am Haus, an der Gartenhütte oder am Gewächshaus angebracht sein. Das Rohr leitet das Wasser von der Dachrinne direkt in die Regentonne. Sie müssen nur eine Verbindung zwischen Fallrohr und Regentonne anbringen.

Neben den herkömmlichen Regentonnen bzw. Fässer aus Blech gibt es mittlerweile auch moderne Regenbehälter. Passend zu einem mediterranen Garten gibt es beispielsweise überdimensionale Vasen im stilvollen Terrakotta-Design. Für moderne Gärten eignen sich Regenspeicher in Steinoptik.

Manche Wasserspeicher sind sogar mit einem Auslaufhahn und einer integrierten Pflanzschale im oberen Bereich ausgestattet. Nützliche Dinge lassen sich durchaus mit schönen Dingen verbinden.

 

Wassertank

Der Einbau eines Wassertanks bzw. Erdtanks ist ein etwas größeres Projekt, denn der Tank kommt, je nach Ausführung, mindestens 130 cm unter die Erde. Die Erdarbeiten können allerdings schon mit einem Mini-Bagger erledigt werden. Ein Wassertank zahlt sich auf jeden Fall aus. Allein schon der Umwelt zuliebe.

Sie können mit einem Regentank im Garten und im Haus bis zu 50 % Trinkwasser sparen und die Pflanzen und der Rasen werden immer mit kalkfreiem und warmem Wasser gegossen. Sie müssen daher auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn Sie den Rasen regelmäßig und gründlich gießen, damit er saftig grün bleibt.

 

Die richtige Größe

Um den Wasserbedarf mit Regenwasser abdecken zu können, sind passende Tankgrößen erforderlich. Je nach Gartengröße steigt auch die erforderliche Kapazität des Regenwassertanks.

Gartengröße 0 m² 200 m² 400 m² 600 m² 800 m² 1.000 m²
1 Person 1600 l 2650 l 2650 l 3700 l 4500 l 6500 l
2 Personen 1600 l 3700 l 3700 l 4500 l 6500 l 6500 l
3 Personen 2650 l 3700 l 4500 l 6500 l 6500 l 9000 l
4 Personen 3700 l 4500 l 6500 l 6500 l 9000 l 9000 l
5 Personen 3700 l 6500 l 6500 l 9000 l 9000 l  
6 Personen 4500 l 6500 l 9000 l 9000 l    

 

Vorteile und Nachteile auf den Punkt

Hier haben wir noch einmal alle Vorteile und Nachteile von Regentank und Regentonne übersichtlich zusammengefasst.

Regentonne

Vorteile Nachteile
  • einfaches Aufstellen
  • nicht frostsicher
  • Wasserentnahme jederzeit möglich
  • die Tonne muss im Winter entleert werden
  • kostengünstig & umweltfreundlich
  • Geruchsbelästigung im Sommer, wenn das Wasser länger im Fass bleibt
  • das Wasser in der Tonne hat einen höheren Mineralgehalt als Leitungswasser, daher benötigen die Pflanzen weniger Künstdünger

 

 

Wassertank

Vorteile Nachteile
  • teilweise oder komplette Wasserversorgung für den Garten (je nach Größe des Tanks)
  • für die Erdarbeiten wird zumindest ein Mini-Bagger benötigt
  • da der Tank unter der Frostgrenze liegt, kann das Wasser das ganze Jahr in der Zisterne bleiben
  • hoher Anschaffungswert
  • das Wasser bleibt auch im Sommer geruchsfrei
  • bei einem nachträglichen Einbau muss der Garten wiederhergestellt werden

 

Die Qualität von Regenwasser

Von der einfachen Regentonne bis zum Regenwassertank bzw. Regenwasser-Nutzungsanlage: Sparen Sie Trinkwasser und Geld! Produkte dafür gibt's in einem Lagerhaus in Ihrer Nähe.

Das könnte Sie auch interessieren