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Verschiedene Rosen im Topf stehen auf einem Balkon

Rosen im Topf: Kübelrosen richtig pflanzen, pflegen und überwintern

Rosen zählen zu den beliebtesten Gartenpflanzen und auch im Topf machen sie eine hervorragende Figur. Kübelrosen gedeihen mit der richtigen Pflege auch auf kleinem Raum. Ob auf Balkon, Terrasse oder im Stadtgarten, sie schenken duftende Blütenpracht fast überall. In diesem Ratgeber erfahren Sie, worauf es beim Pflanzen und Pflegen von Topfrosen wirklich ankommt.

Was Sie im Beitrag erfahren werden:

  1. Standortwahl: Wo fühlen sich Rosen im Topf am wohlsten?
  2. Tipps zur Topfauswahl für Rosen
  3. Welche Rosensorten eignen sich für den Topf?
  4. Welche Erde für Topfrosen: Worauf Sie achten sollten
  5. Pflege von Rosen im Topf: Gießen, Düngen & mehr
    1. Rosen im Topf gießen: Wie oft ist ideal?
    2. Wie oft sollte man Rosen im Topf düngen?
    3. Rosen im Topf schneiden: So geht’s
    4. Was tun gegen Schädlinge bei Kübelrosen?
  6. Rosen im Topf überwintern: So schützen Sie die Pflanze
  7. Fazit: So bleiben Ihre Rosen im Topf gesund und schön

Standortwahl: Wo fühlen sich Rosen im Topf am wohlsten?

Rosen im Topf lieben sonnige Plätze. Ideal ist ein Standort mit mindestens sechs Stunden direkter Sonneneinstrahlung pro Tag. Das fördert die Gesundheit der Kübelrosen und die Blütenbildung.

 

Gleichzeitig sollte der Platz gut belüftet, aber vor starkem Wind und heftigen Regenschauern geschützt sein. Besonders auf dem Balkon oder der Terrasse lohnt sich ein geschützter Süd- oder Westbalkon. Achten Sie darauf, dass die Pflanzen nicht zu nah an Hauswänden stehen, wo sich Hitze stauen kann. Ein heller, luftiger Standort mit guter Luftzirkulation beugt außerdem Pilzkrankheiten vor.

Tipps zur Topfauswahl für Rosen

Für Rosen im Kübel ist die richtige Gefäßwahl entscheidend. Der Topf sollte mindestens 30 bis 40 cm tief sein, damit die Wurzeln ausreichend Platz finden.

Besonders wichtig ist eine gute Drainage, also ein Abflussloch am Boden, um Staunässe zu vermeiden. Geben Sie dafür Tonscherben oder Kies unten in den Topf. So kann überschüssiges Wasser gut ablaufen.

Verwenden Sie möglichst tonhaltige oder stabile Kunststofftöpfe, die nicht so leicht kippen und auch im Winter frostsicher sind. Helle Töpfe heizen sich in der Sonne weniger auf als dunkle – das schützt die Wurzeln an heißen Tagen.

Bei größeren Rosensorten oder Strauchrosen empfiehlt sich ein Kübel mit 50 Litern oder mehr.

Rosenstock wird in einen Topf gesetzt

Welche Rosensorten eignen sich für den Topf?

Für die Kultur im Topf eignen sich besonders kompakt wachsende und robuste Rosensorten. Ideal sind Beetrosen, Zwergrosen und kleinbleibende Strauchrosen. Da diese nicht zu tief wurzeln und auch in begrenztem Erdvolumen gut gedeihen.

 

Achten Sie auf Sorten, die als „für Kübel geeignet“ oder „topftauglich“ gekennzeichnet sind. Diese sind meist besonders pflegeleicht und widerstandsfähig gegen Krankheiten. Auch stark duftende oder öfter blühende Sorten machen im Topf eine gute Figur.

 

Anbei finden Sie 9 beliebte Rosensorten für die Topfkultur:

  1. Rosengräfin Marie Henriette: Edelrose, nostalgische Blütenform, sehr blühfreudig
  2. Leonardo da Vinci: Beetrose, gefüllte Blüten, kräftig rosa, kompakt
  3. Lions-Rose: Strauchrose, cremeweiß, wetterfest und elegant
  4. Zwergrose Little Sunset: Zwergrose, ideal für kleine Töpfe oder Balkonkästen
  5. The Fairy: Bodendeckerrose, reich blühend, sehr robust
  6. Pink Meidiland: Flach wachsend, pflegeleicht, resistent gegen Krankheiten
  7. Duftwolke: Intensiv duftende Edelrose, leuchtend rot
  8. Parfum de Grasse: Kompakte Duftrose, nostalgische Blüte, stark parfümiert
  9. Augusta Luise: Große apricot-farbige Blüten, intensiver Duft
Rosafarbene Rose der Sorte Rosengräfin Marie Henriette
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Pinke Rose der Sote Leonardo da Vinci
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Eine Topfrose der Sorte Lions Rose
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Rose der Sorte Little Sunset - ideal für den Topf
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Rosafarbene Rose der Sorte The Fairy
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Rose der Sorte Augusta Luise
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Welche Erde für Topfrosen: Worauf Sie achten sollten

Für Topfrosen ist die Wahl der richtigen Erde entscheidend. Besonders wichtig ist eine lockere, gut durchlässige Struktur, denn Rosen reagieren empfindlich auf Staunässe. Ideal ist eine hochwertige Rosenerde.

 

Alternativ eignet sich eine Mischung aus humusreicher Gartenerde, Kompost und etwas Sand oder Blähton. Damit verbessern Sie die Belüftung und den Wasserabfluss.

 

Achten Sie darauf, dass das Substrat nährstoffreich ist, aber nicht zu stark vorgedüngt. Eine sanfte Grunddüngung mit organischen Langzeitdüngern wie Hornspänen ist ideal. Zudem bevorzugen Rosen einen leicht sauren bis neutralen pH-Wert zwischen 6,0 und 6,5. Mit einem Bodentest können Sie den pH-Wert regelmäßig kontrollieren.

Pflege von Rosen im Topf: Gießen, Düngen & mehr

Topfrosen brauchen das richtige Substrat, um gut zu wachsen. Für Gesundheit und reiche Blüte ist außerdem eine kontinuierliche Pflege wichtig. Bei guter Erde und regelmäßiger Düngung können sie bis zu zwei Jahre im gleichen Topf gedeihen. Für dauerhaft schöne Pflanzen kommt es vor allem auf das richtige Gießen, Düngen und Schneiden an.

 

Rosen im Topf gießen: Wie oft ist ideal?

Ihre Rosen im Kübel sollten Sie regelmäßig gießen. Denn der begrenzte Platz im Kübel sorgt dafür, dass die Erde schneller austrocknet als im Beet. An warmen Tagen im Sommer kann sogar tägliches Gießen notwendig sein. Besonders, wenn Ihre Topfrosen an einem sonnigen Standort stehen.
 

Weitere Tipps zum Gießen von Topfrosen:

  1. Gießen Sie Topfrosen durchdringend. Und zwar so lange, bis das Wasser aus dem Topf abläuft.
  2. Staunässe sollten Sie vermeiden. Deshalb ist eine Drainageschicht im Topf so wichtig.
  3. Verwenden Sie zum Gießen möglichst abgestandenes Leitungswasser oder Regenwasser. Da kalkarmes Wasser besser für die Wurzeln ist und den pH-Wert des Substrats stabil hält.
  4. Morgens zu gießen ist ideal, da die Blätter tagsüber abtrocknen können und so Pilzkrankheiten vermieden werden.
  5. Prüfen Sie vor jedem Gießen mit dem Finger, ob die oberste Erdschicht trocken ist. Das ist ein guter Indikator für den richtigen Zeitpunkt.
Rosenstock gießen

Wie oft sollte man Rosen im Topf düngen?


Kübelrosen haben nur begrenzten Zugang zu Nährstoffen und sind daher auf regelmäßiges Düngen angewiesen. Verwenden Sie am besten einen speziellen Rosendünger, der auf den Nährstoffbedarf abgestimmt ist.

 

Zu Beginn der Saison können Sie organische Langzeitdünger wie Hornspäne oder Komposterde in die Erde einarbeiten. Ab etwa April sollten Sie alle 1 bis 2 Wochen nachdüngen. Nutzen Sie dafür beim Gießen einen flüssigen Rosendünger oder einen festen Volldünger laut Packungsangabe.

 

Ab August sollten Sie die Düngung einstellen. Sonst besteht die Gefahr, dass die Pflanze im Winter noch einmal austreibt.

 

 

Rosen im Topf schneiden: So geht’s

 

Auch Topfrosen benötigen einen regelmäßigen Rückschnitt, um vital zu bleiben und reich zu blühen. Der Hauptschnitt erfolgt im Frühjahr, sobald keine starken Fröste mehr zu erwarten sind. Idealerweise orientieren Sie sich an der Forsythienblüte. Sobald die Forsythien im Garten blühen, können Sie Ihre Rosen im Topf schneiden.

 

Schneiden Sie alle abgestorbenen, schwachen und nach innen wachsenden Triebe konsequent zurück. Gesunde Triebe kürzen Sie auf 3–5 Augen (Knospentriebe) ein. Mehr Infos finden Sie im Artikel "Rosen richtig schneiden".


Entfernen Sie im Sommer regelmäßig gelbe und verwelkte Blätter. So fördern Sie die Bildung neuer Blüten.

 

Nutzen Sie für den Schnitt eine scharfe Gartenschere. Setzen Sie die Schnitte immer leicht schräg oberhalb eines nach außen gerichteten Auges an.
 

Was tun gegen Schädlinge bei Kübelrosen?

Topfrosen sind besonders anfällig für Schädlinge und Pilzkrankheiten, da sie oft an geschützten, warmen Orten stehen. Ein regelmäßiger Kontrollblick hilft, Probleme frühzeitig zu erkennen.

Blattläuse treten häufig im Frühjahr auf. Sie saugen an jungen Trieben und Knospen. Zur Bekämpfung können Sie die Rose kräftig mit Wasser abspülen. Anschließend mit einem feuchten Tuch abwischen.

Bei Blattläusen hilft außerdem Brennnesselsud. Dieser ist 100 % natürlich und kann entweder als Brennnesselspray im Lagerhaus gekauft oder einfach selbst angesetzt werden. Eine Anleitung finden Sie im Artikel “Brennnesseljauche als Dünger”.

Spinnmilben bevorzugen trockene, warme Standorte und verursachen feine Gespinste an den Blattunterseiten. Spülen Sie bei Spinnmilbenbefall die Topfrosen mit hohem Wasserdruck von oben bis unten ab. Entfernen Sie zusätzlich befallene Triebe. Bei starkem Befall sind biologische Pflanzenschutzmittel auf Rapsöl- oder Neem-Basis wirksam.

Person besprüht Topfrose mit Pflanzenschutzmittel

Pilzkrankheiten wie Mehltau, Sternrußtau oder Rost treten bei Rosen im Topf häufig auf. Sie zeigen sich durch weiße Beläge, schwarze Flecken oder orange Punkte auf den Blättern. Entfernen Sie befallenes Laub sofort und entsorgen Sie es im Hausmüll, nicht auf dem Kompost.

 

Tipp: Um Pilzkrankheiten bei Kübelrosen vorzubeugen, suchen Sie einen Standort mit leichtem Wind. So können feuchte Blätter schneller abtrocknen.

Rosen im Topf überwintern: So schützen Sie die Pflanze

Rosen sind in Töpfen gepflanzt im Winter kälteempfindlicher als im Beet, da ihre Wurzeln weniger isoliert sind. Deshalb ist ein guter Winterschutz entscheidend.

Stellen Sie die Töpfe an einen geschützten, frostfreien oder zumindest frostarmen Ort. Ideal ist eine Hauswand, ein unbeheiztes Gewächshaus oder ein kühler Wintergarten. Umwickeln Sie den Topf mit Jute, Vlies oder Noppenfolie. Stellen Sie die Kübelrosen anschließend auf eine isolierende Unterlage wie Holz oder Styropor.

Die Erde können Sie zusätzlich mit Tannenzweigen, Laub oder Rindenmulch abdecken. Wichtig: Auch im Winter gelegentlich gießen, damit der Wurzelballen nicht austrocknet – aber nur an frostfreien Tagen.

Blüten einer pinken Rose mit Frost

Fazit: So bleiben Ihre Rosen im Topf gesund und schön

Mit dem richtigen Standort und guter Erde wachsen Rosen auch im Topf kräftig und blühfreudig. Wichtig sind regelmäßiges Gießen, gezieltes Düngen und ein sorgfältiger Rückschnitt.

 

Achten Sie auf ausreichenden Winterschutz und kontrollieren Sie die Pflanzen auf Schädlinge und Krankheiten. So bleiben Ihre Kübelrosen gesund und Sie haben lange Freude an ihrer Blütenpracht.
 

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