Trauermücken in Zimmerpflanzen bekämpfen

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Trauermücken sind kleine Pflanzen-Schädlinge, die sich auf der ganze Welt zu Hause fühlen. Leider sind sie nicht nur draußen anzutreffen, sondern auch im Haus. Die nicht gerade beliebten Tiere können Sie jedoch erfolgreich und biologisch bekämpfen. Wir zeigen Ihnen, wie.

Die winzigen Trauermücken fressen die Wurzeln von Pflanzen.

Die winzigen Trauermücken fressen die Wurzeln von Pflanzen. © Getty Images

Wichtig ist zu erkennen, ob es sich um Trauermücken oder Obstfliegen handelt. Trauermücken sind winzig kleine schwarze Fliegen (2 – 4 mm) mit langen Beinen und großen Flügeln, die sich gerne auf der Erde von Blumentöpfen aufhalten.  Wenn Sie Ihre Pflanzen gießen oder den Blumentopf bewegen, dann schwirren sie Ihnen gleich entgegen. Ein sicheres Zeichen, dass es sich um Trauermücken handelt.

 

Frucht- bzw. Obstfliegen halten sich meistens in der Nähe von Obst auf. Verfaulte Früchte mögen sie besonders gern. Sie sind 2 -3 mm lang und manche von ihnen haben rote Augen oder am Hinterleib dunkle Streifen. Der Körper ist weiß-gelblich gefärbt.

Trauermücken halten sich gerne auf der Erde von Blumentöpfen auf. Weltweit gibt es über 1.800 Arten.

Trauermücken halten sich gerne auf der Erde von Blumentöpfen auf. Weltweit gibt es über 1.800 Arten. © Getty Images

Wie können Sie Trauermücken vorbeugen?

  • Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Pflanzen.
  • Heben Sie hin und wieder die Blumentöpfe auf. Durch die Bewegung fliegen Ihnen bei Befall die Mücken gleich entgegen. So können Sie sofort etwas dagegen tun.
  • Kontrollieren Sie Pflanzen, die Sie zur Überwinterung ins Haus stellen.
  • Achten Sie beim Kauf von Pflanzen darauf, dass sie schädlingsfrei sind.
  • Gießen Sie öfters und wenig, statt einmal pro Woche und viel. Trauermücken bevorzugen nasse Erde und fühlen sich darin besonders wohl.
  • Decken Sie die Erde mit ca. 5 mm Quarz- oder 1 cm Vogelsand ab, dann kommen die Mücken nicht an die Erde. Damit der Sand beim Gießen nicht wieder nass wird, gießen Sie die Topfpflanze von unten. Nach 15 – 20 min entfernen Sie das Wasser, das die Pflanze noch nicht aufgesaugt hat, aus dem Untersetzer.
  • Sie können auch ein Gazegewebe über den Topf geben.
  • Stecken Sie wöchentlich 1 – 2 schwefelhaltige Streichhölzer mit dem Kopf in die Erde. Beim Gießen kommen die Schwefelbestandteile in die Erde. Ein Todesurteil für die Trauermücken. Beachten Sie aber, dass nicht jede Pflanze einen erhöhten Schwefelwert verträgt.
  • Verwenden Sie für die Blumen immer eine Qualitätserde. Oft werden Trauermücken durch minderwertige Erde eingeschleppt.
  • Stecken Sie Gelbsticker oder Gelbtafeln  in die Erde. Die Methode dient zur Vorbeugung und bei Befall.

Trauermücken schädigen Pflanzen

Die Larven fressen die Wurzeln weg. Darunter leiden vor allem junge Pflanzen, da sie noch zarte Wurzeln haben. Das Wachstum wird dadurch gestört und die Pflanzen sehen nach einiger Zeit nicht mehr gesund aus. Auch die Stängel leiden unter den Trauermücken. Sie werden von den kleinen Schädlingen regelrecht ausgehöhlt.

Trauermücken biologisch bekämpfen

Stecken Sie Gelbsticker in die Erde des Blumentopfs. Die gelbe Farbe lockt die Insekten an. Auf dem Sticker befindet sich beidseitig ein Klebstoff. Daran bleiben die kleinen Mücken haften. 

 

Mit Nematoden können Sie die Trauermücken ebenfalls biologisch bekämpfen.

 

Ist die Erde zu nass, dann topfen Sie die Pflanze um. Befreien Sie sie so gut wie möglich von der feuchten Erde. Achten Sie darauf, dass Sie dabei die Wurzeln nicht verletzen. Fügen Sie zur neuen, hochwertigen Erde Tongranulat hinzu. Damit lockern Sie die Erde auf. Sie können sie auch in einen Topf mit Hydrokultur setzen. Pflanzen in Hydrokulturen werden von Trauermücken verschont. In unserem Artikel "Die vielen Vorteile der Hydrokultur" zeigen wir, wie Sie Hydrokulturen ganz einfach anlegen.

Wie gefährlich sind Trauermücken?

Die kleinen Tierchen sind für den Menschen völlig ungefährlich, aber schädlich für Pflanzen.

Trauermücken sind durchaus nützliche Tierchen

Wenn sich Mücken im Blumenstock befinden, haben wir keine Freude damit. In der Natur sind die Tiere durchaus nützlich. Mücken und Larven ernähren sich von toten Pflanzenteilen. Die verdaute Nahrung wird dem Boden wieder zugeführt.

In unserem Schädlingslexikon finden Sie weitere Informationen zu allen wichtigen Schädlingen.

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