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Lagerhaus Lavanttal Ackerbauabend

Ackerbau 2026 im Blick: Expertenabend in der LFS St. Andrä

St. Andrä. Im Rahmen der diesjährigen Agrarwoche fand am 30. Jänner der Ackerbauabend in der Landwirtschaftlichen Fachschule St. Andrä statt. Die Veranstaltung wurde gemeinsam von der LSF, der Landwirtschaftskammer Kärnten (LK) und dem Lagerhaus Lavanttal organisiert und bot den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern fundierte Einblicke in aktuelle und zukünftige Herausforderungen der Landwirtschaft.

Auftakt und Kooperation

Eröffnet wurde der Abend vom Obmann des LSF Absolventenverbandes Gerald Wutscher, der in seiner Begrüßung die Agrarwoche Revue passieren ließ. Zwei Schulen an zwei Standorten, vereint unter einer Organisation, hätten einmal mehr gezeigt, wie wichtig Zusammenarbeit und Wissensaustausch seien. Gleichzeitig bedankte sich Wutscher beim Lagerhaus Lavanttal für die enge und langjährige Kooperation, die sich unter anderem in gemeinsamen Projekten wie Felderbegehungen oder dem Grünlandtag widerspiegelt.

Impuls aus Niederösterreich: Direktsaat & Kommunikation

Durch das Programm führte DI Roscher, Pflanzenbaureferent der LK, der im Anschluss den ersten Referenten des Abends vorstellte: Lorenz Mayr, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich und selbst praktizierender Landwirt. In seinem Vortrag „Zwischen Feld, Markt und Gesellschaft – der Alltag der Landwirtschaft“ sprach Meyer offen über die Rolle moderner Landwirtschaft. Als Blogger und Podcaster rief er die Bäuerinnen und Bauern dazu auf, der Gesellschaft Einblicke in ihre Arbeit zu geben und aktiv Kommunikation zu betreiben.

Inhaltlich setzte Meyer Schwerpunkte auf bodenschonende Bewirtschaftung und Direktsaat. Ein bedeckter Boden sei gleichzeitig Regen- und Sonnenschirm, fördere die Wasseraufnahme und schütze nachhaltig die Bodenstruktur. Frühzeitige Begrünung und gezielte Lockerung seien dabei entscheidend. Als Begründer des Vereins „Bodenleben“ plädierte Meyer zudem für ein neues Bewusstsein in der Preisdebatte: Nicht Lebensmittel würden teurer, sondern Energie – und je höher der Verarbeitungsgrad, desto höher die Kosten. Abschließend betonte er: „Das AMA-Gütesiegel gehört den Bäuerinnen und Bauern – wir alle prägen die Marke Landwirtschaft.“

LK-Schwerpunkt: Trockenphasen & Düngerecht

Anschließend referierte DI Roscher über die Herausforderungen im Ackerbau mit Blick auf 2026. Zunehmende Trockenphasen und veränderte Witterungsbedingungen erforderten neue Strategien. Tiefwurzelnde Pflanzen bis 60 Zentimeter seien essenziell, um Wasser im Boden zu speichern. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema Düngemittel: Viele Genehmigungen laufen 2026/2027 aus, weshalb rechtzeitige Planung notwendig sei. Auch bei Pflanzenschutzmitteln empfahl Roscher Zurückhaltung bei Vorratskäufen. Fruchtfolge bleibe ein zentrales Thema – insbesondere Mais auf Mais begünstige den Maiswurzelbohrer, weshalb spätestens im dritten Jahr ein Kulturwechsel erfolgen müsse.

Lagerhaus-Ausblick

Den Abschluss bildete Markus Salzmann, Spartenleiter des Lagerhaus Lavanttal. Er gab einen Rückblick auf das vergangene Erntejahr, sprach offen über die Herausforderungen und wagte einen Ausblick auf 2026. Salzmann kündigte zudem eine Düngeaktion in der Kalenderwoche 6 an und nannte aktuelle Zahlen zum Maisankauf. Preissteigerungen seien dabei derzeit nicht zu erwarten. In Anwesenheit von Obmann Glawischnig und Geschäftsführerin Brigitte Marzi-Paulitsch bedankte sich Salzmann beim Lagerhaus Lavanttal sowie bei seinem Team in Jakling für den engagierten Einsatz.

Bei einer anschließenden Jause, gesponsert vom Lagerhaus Lavanttal, klang der Ackerbauabend in angenehmer Atmosphäre mit vielen persönlichen Gesprächen aus.

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