
Aussaat erfolgt, Zeit zum Pikieren Pflanzen
Bei manchen Töpfen werden alle Samen aufgehen. Dann wird es eng in den Gefäßen und sie müssen umgesetzt (d.h. pikiert) werden. Sobald sich die ersten beiden Laubblätter gebildet haben, können Sie die Pflanzen pikieren. Achtung! Zuerst kommen die Keimblätter und erst dann die Laubblätter. D.h. nicht gleich bei den ersten beiden Blättern zur Tat schreiten. Wenn alle Samen aufgegangen sind, entscheiden Sie sich für das kräftigste Pflänzchen und verpflanzen es vorsichtig mit einem Pikierstab in den nächst größeren Pflanzentopf. Die Pflanzen brauchen jetzt Platz für die Weiterentwicklung. Das Gefäß können Sie vorher mit hochwertiger Gemüseerde füllen. Die Pflänzchen sind jetzt schon groß genug für die Gemüseerde. Dann stellen Sie die Gefäße die ersten Tage nicht gleich zum Südfenster, denn erst nach ungefähr einer Woche haben sie sich vom „Umpflanzschock“ erholt und vertragen wieder direkte Sonnenbestrahlung.

Von der Fensterbank ins Beet
Manche Pflanzen können Sie schon Ende April ins Freie setzen. Zu den robusten Pflanzen zählen Nelken, Salate oder Kohl. Wenn Sie sich unsicher sind, dann schauen Sie einfach auf die Samenpackung. Dort steht ganz genau drauf wann der jeweilige Samen ausgesät werden kann und wann die Pflanzen in das Gartenbeet dürfen. Frostempfindliche Pflanzen, wie Tomaten, Gurken, Begonien und Pelargonien werden Mitte Mai, wenn die Frostgefahr so gut wie vorbei ist, direkt ins Beet gesetzt. Falls es doch noch Minusgrade gibt, dann schützen Sie die Pflanzen in der Nacht mit einem Gartenvlies. Optimal wäre natürlich ein Beet mit Haube, die Sie bei Bedarf runter bzw. raufgeben können. Die Haube schützt die jungen Pflanzen sowohl vor starkem Regen als auch vor intensiven Sonnenstrahlen.

Jetzt wird gepflanzt
Um den kleinen Raum optimal zu nützen, pflanzen Sie hohes Gemüse in die Mitte und niedriges an den Rand. Gut ist es, Flachwurzler wie Salat oder Gurken neben Tiefwurzler wie Karotten, Hülsenfrüchte oder Tomaten zu setzen. Radieschen sind die idealen Lückenfüller und eignen sich wegen ihrer kurzen Kulturdauer auch gut als Vor- und Nachkultur. Sie können auch Kräuter und Gemüse wie Buschbohnen, Rote Rüben und Bohnenkraut oder Karotten, Lauch und Majoran zusammensetzen.

Schlechte Nachbarn - gute Nachbarn
Hier gibt es Tipps, wie Sie ein „freundliches“ Beet anlegen. Bei einer Beetbreite von 120 cm pflanzen Sie in der Mitte Kohlpflänzchen aus. Bauen Sie links und rechts vom Kohl Salatpflänzchen an. Der Abstand sollte 20 cm betragen. Um keinen Platz zu verschwenden, können Sie zwischen Kohl und Salat, Kresse und Radieschen aussäen. Wieder 20 cm vom Salat kommen links und rechts Kohlrabipflänzchen. An den äußeren Beeträndern ist noch genug Platz um Kresse und Radieschen auszusäen. Nach ungefähr 10 Tagen können Sie die Kresse ernten. Wenige Tage später die Radieschen. Der Kohl und der Kohlrabi sowie der Salat haben jetzt genug Platz zum Wachsen. Als nächste Gemüsesorte wird der Salat geerntet. Kohl und Kohlrabi können sich somit optimal ausbreiten. Damit keine Lücken entstehen, können Sie nach der Kohlernte späten Spinat (Pflänzchen) auspflanzen.