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Generalversammlung Obersteirische Molkerei 2026

Generalversammlung der Obersteirischen Molkerei 2026

Rückblick auf ein herausforderndes, aber erfolgreiches Jahr

Obmann ÖR Jakob Karner eröffnete die Generalversammlung und begrüßte die zahlreich erschienenen Ehrengäste, Mitglieder, Funktionäre sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

 

Hinter dem Unternehmen liegt ein Jahr, geprägt von zahlreichen Herausforderungen. 1.160 Milchlieferanten aus dem obersteirischen Mur- und Mürztal der Bezirke Murtal, Murau sowie Bruck-Mürzzuschlag lieferten insgesamt 188 Millionen Kilogramm Milch an die Obersteirische Molkerei. Dies entspricht einer durchschnittlichen Anlieferung von rund 161.000 Kilogramm pro Betrieb. Das abgelaufene Jahr war von einem sehr hohen Milchpreisniveau sowie stark gesteigerten Anlieferungsmengen geprägt, was gegen Jahresende letztlich zu einem deutlichen Preisrückgang beim Erzeugermilchpreis führte. Gleichzeitig bewegt sich die Obersteirische Molkerei im Wettbewerbsumfeld mit europäischen Verarbeitern, die teilweise deutlich niedrigere Milchpreise an ihre Lieferanten ausbezahlen. Trotzdem konnte im abgelaufenen Jahr mit den Tochterunternehmen ein sehr erfolgreiches Konzernergebnis erwirtschaftet werden.

 

Obmann Karner bedankte sich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Funktionären, Mitgliedern des Leitungsausschusses sowie den Geschäftsführern der Tochterunternehmen für die hervorragende Arbeit und den maßgeblichen Beitrag zum erfreulichen Betriebsergebnis.

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Generalversammlung Obersteirische Molkerei 2026
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OM Geschäftsführer Mag. (FH) Michael Riegler führte aus, dass sich seine Einschätzung aus dem Vorjahr – „Milchseen sind Geschichte“ – leider nicht bewahrheitet habe. Mittlerweile seien die Herausforderungen rund um Blauzungenkrankheit und Maul- und Klauenseuche zwar überwunden, dennoch führte der extrem hohe Milchpreis im Sommer 2025 zu einer erheblichen Produktionssteigerung. Die jährliche Gesamtanlieferung stieg um 4,3 Prozent, zum Jahresende lag die Anlieferung sogar um 9,8 Prozent über dem Vorjahr.

Dieses Ungleichgewicht stellte die Obersteirische Molkerei vor enorme Herausforderungen. Die starke Überproduktion war keineswegs ein regionales Phänomen, sondern betraf den gesamten europäischen Raum. Dementsprechend befindet sich das Unternehmen mit seinen veredelten Produkten in direktem Wettbewerb mit europäischen Konzernen, die Rohmilch zu deutlich niedrigeren Erzeugermilchpreisen übernehmen.

Als klassischer Verarbeitungsbetrieb konnte die Obersteirische Molkerei mit ihren mehrfach international prämierten Käsespezialitäten auch auf den Exportmärkten erfolgreich bestehen. Durch die höhere Wertschöpfung konnten die höheren Erzeugermilchpreise refinanziert werden. Als kleine österreichische Molkerei müsse man sich am europäischen Markt vor allem mit qualitativ hochwertigen Produkten in einem Nischenmarkt behaupten. Die Spezialitäten erfreuen sich dabei weiterhin großer Beliebtheit im Export.

Aufgrund der geänderten Rahmenbedingungen wurde 2025 die geplante Investition in eine fünfte Käsepresse am Hauptstandort Knittelfeld vorgezogen, um die zusätzlichen Milchmengen entsprechend wertschöpfend veredeln zu können. Die Vermarktung der bei der Käseproduktion anfallenden Molke bleibt jedoch weiterhin herausfordernd.

Geschäftsführer Riegler zeigte sich sehr erfreut über das Ergebnis des Jahres 2025. Dieses sei durch umsichtige und vorausschauende Entscheidungen sowie bewusste Kostenreduktionen im gesamten Konzern gelungen. Die Eigenkapitalquote liegt derzeit bei beachtlichen 51,5 Prozent beziehungsweise 96,8 Millionen Euro Eigenkapital und bildet damit ein stabiles Fundament in wirtschaftlich turbulenten Zeiten.

Riegler bedankte sich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des gesamten Konzerns, den Geschäftsführerkollegen, Betriebsräten, dem Raiffeisenverband Steiermark, den Funktionären in Vorstand und Aufsichtsrat sowie bei Obmann Karner für die hervorragende Zusammenarbeit und den maßgeblichen Beitrag zum Unternehmenserfolg.

Landforst Geschäftsführer Dir. Ing. Dieter Hölzl blickte auf ein von zahlreichen Herausforderungen geprägtes Umfeld zurück. Seit 2020 hätten Ereignisse wie die Corona-Pandemie, der Ukraine-Krieg, stark steigende Energiekosten, Rekordinflation, Kaufzurückhaltung sowie internationale Zollkonflikte zu erheblicher Verunsicherung bei den Konsumenten geführt.

Für 2026 habe man ursprünglich mit einer deutlichen Erholung des Marktes sowie einer steigenden Investitions- und Konsumbereitschaft gerechnet. Auch die Bauwirtschaft zeigte erste positive Tendenzen in Richtung einer Normalisierung des Marktes, ehe der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran im Nahen Osten erneut erhebliche Unsicherheiten für die Weltwirtschaft auslöste.

Dennoch blickte Hölzl auf ein insgesamt erfreuliches Geschäftsjahr 2025 zurück. Der Umsatz der Landforst Lagerhaus KG lag zwar leicht unter dem Vorjahresniveau, durch konsequente Anpassungen in der Kostenstruktur konnte das Ergebnis jedoch verbessert werden.

Im Agrarbereich entwickelte sich der Umsatz erfreulich. Das Agrarkompetenzzentrum Spielberg erfreut sich großer Beliebtheit und wird sehr gut angenommen. Der 2024 eröffnete Standort erfüllt die Anforderungen moderner Landwirtschaft und fungiert zudem als Drehscheibe für heimische Braugerste aus dem Murtal zur Produktion von Murauer Bier.

In der Sparte Energie beobachtet man weiterhin einen deutlichen Wechsel von fossilen hin zu biogenen Brennstoffen. Das Holzenergiezentrum verzeichnet konstant hohe Nachfrage nach Holzpellets, während die Absatzmengen bei Heizöl rückläufig sind. Die Entwicklungen im Nahen Osten wirken sich dabei massiv auf den Energiemarkt aus – hohe Preise und Unsicherheiten hinsichtlich der Verfügbarkeit stellen die Branche laufend vor neue Herausforderungen.

Nach einer Phase mit geringerer Nachfrage konnte in der Sparte Technik während der Wintermonate eine Trendwende erreicht werden. Durch geänderte Aktionspolitiken der Vorlieferanten sowie eine gute Nachfrage freut man sich über eine solide Auftragslage.

Auch in der Baustoffsparte zeigen sich nach zwei schwächeren Jahren wieder deutliche Zuwächse. Die Talsohle scheint durchschritten und vorsichtiger Optimismus macht sich in der Branche bemerkbar.

Im Haus- und Gartenbereich sind die Verunsicherung und Zurückhaltung der Konsumenten weiterhin spürbar. Gemeinsam mit der Einkaufsorganisation Lagerhaus Franchise wird derzeit an neuen Konzepten gearbeitet, um das Einkaufserlebnis künftig noch attraktiver zu gestalten. Hölzl zeigte sich zudem erfreut über die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Lebensmittelpartner SPAR. Auch 2025 konnte die erfolgreiche Geschäftsentwicklung weiter ausgebaut werden.

Insgesamt konnte das Ergebnis im abgelaufenen Jahr durch Spannenverbesserungen und konsequente Kostenreduktionen deutlich verbessert werden.

Im Herbst 2026 wird der Standort Neumarkt umfassend modernisiert. Dabei werden sowohl der Lebensmittelmarkt als auch der Haus- und Gartenmarkt vollständig umgebaut. Die Wiedereröffnung ist für Oktober 2026 geplant.

In Scheifling machen gesetzliche Auflagen eine Generalsanierung der Tankstelle notwendig. Diese Arbeiten werden ebenfalls in den Sommermonaten umgesetzt.

Die Planung zur Modernisierung des Lagerhaus-Hauptstandortes in Murau befindet sich bereits in der Finalphase. Ab 2027 soll dieser schrittweise modernisiert und an die Anforderungen der Zukunft angepasst werden.

ÖFORST Forsttechnik GmbH:

Bei der ÖFORST freut man sich erneut über hervorragende Verkaufszahlen professioneller Forstmaschinen der Marke John Deere. Das Team rund um Geschäftsführer Ing. Christian Freitag konnte im abgelaufenen Jahr bemerkenswerte 74 Neu- und 53 Gebrauchtmaschinen vermarkten und damit erstmals die Umsatzmarke von 50 Millionen Euro überschreiten. Die Nachfrage nach professionellen Forstmaschinen bleibt weiterhin auf hohem Niveau. Gemeinsam mit dem Partner John Deere Forestry arbeitet man zudem an einer zukunftsorientierten Anpassung der Vertriebsstruktur.

 

Steyr Center Murtal:

Das dritte Tochterunternehmen, das Steyr Center Murtal, wurde mittlerweile vollständig von der Obersteirischen Molkerei übernommen und in den Konzern integriert. Das laufende Jahr zeichnet sich durch gute Nachfrage sowie erfreuliche Auftragsstände aus. Dir. Ing. Hölzl bedankte sich bei Christoph Freigassner und seinem Team für den großen Einsatz und zeigte sich für 2026 sehr zuversichtlich.

 

Abschließend bedankte sich Hölzl bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Kollegen des Spartenleiterkreises, den Funktionären sowie den Betriebsräten für die gute und konstruktive Zusammenarbeit und ihren Beitrag zum positiven Ergebnis. Ein besonderer Dank galt zudem allen Bäuerinnen und Bauern für ihren Einkauf im Landforst Lagerhaus, der maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens beiträgt.

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Revisor Andreas Winter hob in seinem ersten Geschäfts- und Revisionsbericht die gute strategische Ausrichtung der Unternehmen hervor. Durch wirtschaftliche Weitsicht konnte ein Erzeugermilchpreis im oberen Drittel des österreichischen Durchschnitts ausbezahlt werden.

Mit einer Eigenkapitalquote von beeindruckenden 51,5 Prozent verfügt der Konzern über ein äußerst stabiles wirtschaftliches Fundament, das auch in wirtschaftlich turbulenten Zeiten Sicherheit bietet. Winter bedankte sich zudem bei Verwaltungsleiter DI Gerd Ofner und seinem Team für die gute und konstruktive Zusammenarbeit.

Mag. Kurt Kreinbucher sprach Vorstand und Geschäftsführung seinen Dank aus und leitete die Neuwahl des Aufsichtsrates. Im Zuge dieser Wahl wurde er erneut zum Vorsitzenden gewählt.

Generalversammlung Obersteirische Molkerei 2026

Die ausgeschiedenen Aufsichtsräte Andreas Karl, Harald Reiter und Markus Krall wurden für ihre langjährige Tätigkeit geehrt.

Herzlichen Dank für euren Einsatz in unserem Unternehmen.

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Herzlichen Dank für den zahlreichen Besuch und das große Interesse an der Generalversammlung.

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