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Osttiroler Bezirks-Rinderschau 25. April 2026

in der RGO|Arena Lienz

Die Osttiroler Bezirksrinderschau am Samstag, 25. April 2026 in der RGO|Arena in Lienz war ein beeindruckendes Schaubild der Osttiroler Rinderzucht und zeigte, wie jung, vielfältig und agil die Landwirtschaft in Osttirol ist.

 

Nach der Tiersegnung durch Pfarrer Siegmund Bichler und der feierlichen Umrahmung durch die Stadtmusik Lienz gehörte die Arena ganz den Kühen.

 

66 Zuchtbetriebe stellten dem Preisrichter Rupert Viehhauser, vlg. Schwab aus Kleinarl in Salzburg insgesamt 146 Kühe und Kalbinnen der Rassen Fleckvieh, Holstein, Pinzgauer, Grauvieh und Pustertaler Sprinzen vor. Diese wurden in 20 verschiedenen Gruppen gereiht.

Besonders begeistert zeigte er sich von den mittelalten Fleckvieh-Kühen, wobei die Vierkalbskühe die Krönung darstellten. „Dieses einzigartige, außergewöhnlich hohe Niveau und die Qualitätsdichte für ein so kleines Zuchtgebiet sind eigentlich unerreicht!“, so Viehhauser.

Nicht weniger beeindruckend waren die neun Dauerleistungskühe mit sieben bis vierzehn Abkalbungen, wobei fünf 100.000-kg-Lebensleistungkühe mit ihrem Auftritt eindrucksvoll die Fitness und Langlebigkeit der Osttiroler Rinder repräsentierten. Der Preisrichter betonte dabei mehrfach, dass die Osttiroler Rinderzucht ihr hohes Niveau eindrucksvoll unter Beweis stelle und dafür nicht nur in Österreich, sondern auch europaweit bekannt sei.

 

Der Landwirtschaftsminister Mag. Norbert Totschnig, MSc., vom Brunner-Hof in Tristach war bei der Bezirksrinderschau ebenfalls anwesend und unterstützte seinen Bruder Thomas Totschnig bei der Veranstaltung. Er selbst führte die Kuh Avicii-Dorothea in der Gruppe der Holstein-Mehrkalbskühe im Ring vor.

 

Bei der Gesamtsieger-Entscheidung der Fleckvieh-Jungkühe waren die Wintertraum-Töchter unschlagbar. Bernhard Mariacher, vlg. Außergroder aus Virgen gewann mit Swenja vor Wilma aus dem Züchterstall von Johannes Steidl, vlg. Groß-Bachlett aus Innervillgraten.

 

Bei den Fleckvieh-Mittel- und Altkühen dominierten zwei Edelstein-Töchter. Die Kuh Sunrise von Bernhard Mariacher, vlg. Außergroder aus Virgen gewann knapp vor der Kuh Brille aus dem Stall von Roman Stadler, vlg. Moser aus Virgen, die noch vor vier Wochen Gruppensiegerin bei der Bundesschau war.

 

Der Sieg bei den Fleckvieh-Dauerleistungskühen ging an den Zuchtbetrieb Leopold Dichtl, vlg. Krienhuber aus Virgen mit Walot-Bessi vor Malhaxl-Schwarzl, wiederrum von Bernhard Mariacher, vlg. Außergroder aus Virgen.

Den Gesamt-Typsieg bei den Kalbinnen holte sich Mario Oberwalder, vlg. Außer-Sigieler aus Virgen mit Coco Chanel (V: Sebaldus) vor Bless (V: Herzpower) von Christian Steiner, vlg. Uhlen aus Matrei/Zedlach.

 

Bei den Fleckvieh-Herdebuch-C/D-Kühen wurde die Kuh Elli (V: Imboss) aus dem Besitz von Gerhard Steiner, vlg. Riepler aus Matrei vor Sindy (V: Donboy Red) von Michael Leitner, vlg. Brugger aus Prägraten gereiht.

 

Holstein-Gesamtsieger wurde Alligator-Maleen von Burkhard Mariner, vlg. Pulverer aus Virgen vor Chief-Ronja aus dem Stall von Stefan Dichtl, vlg. Außer-Steffinger, ebenfalls aus Virgen.

 

 

Auch die gefährdeten Rassen laut ÖPUL-Programm - Grauvieh, Pinzgauer und Pustertaler Sprinzen waren am Start und repräsentierten damit die Vielfalt der Osttiroler Rinderwirtschaft.

Die Pinzgauer-Gruppe entschied Fabio Steiner, vlg. Gartner aus Prägraten mit der Kuh Senta (V: Loser) für sich, vor der Kuh Gundi (V: Leiwand) von Raimund Mariacher, vlg. Moser aus Virgen.

Beim Grauvieh holte Klaus Köll, vlg. Kerschbaumer aus Matrei einen Doppelsieg und gewann mit Britta (V: Arkos) vor Granita (V: Dechulo).

Erstmals mit dabei waren die Pustertaler Sprinzen-Kühe mit Kalb bei Fuß, die die Osttiroler Bezirksrinderschau abrundeten. Diese Rasse stammt unmittelbar aus dem Pustertal sowie den Seitentälern beiderseits der heutigen Grenze in Arnbach und galt mit der Einführung der HB-Reinzucht im Jahr 1984 als vom Aussterben bedroht.

Siegerin wurde die Kuh Segen PSS (V: Lolli PSS) von Tobias Kraler, vlg. Lamprecht aus Abfaltersbach vor Lussy PSS (V: Fritzi PSR) von Josef Fuetsch, vlg. Obernolzer in Virgen.

 

Hubert Werlberger jun., vlg. Foringer aus Wörglboden hatte die Aufgabe, das Vorführen bei den drei Kalbinnen-Gruppen sowie den drei Bambini-Gruppen zu richten. In diesen Gruppen war die Jugend mit 22 Jungzüchtern und 41 Kindern stark vertreten.

Diese bewiesen einmal mehr wie aktiv, jung und fanatisch die Jungen bereits sind und wie sehr sie die Tradition der Osttiroler Rinderzucht fortführen möchten.

Gesamt-Vorführsieger wurden Andreas Steiner, vlg. Stampf aus Matrei vor Christina Schneeberger, vlg. Lenzinger, ebenfalls aus Matrei – zwei Jungzüchter, die ihr Können bereits mehrfach bei Schauen auch auf Landes- und Bundesebene erfolgreich unter Beweis gestellt haben.

 

Den Abschluss der Ausstellung bildete die Verlosung der Tombola mit dem Zuchtkalb Zita (Mabuso aus Valentin) als Hauptpreis, das nach Anras in den Züchterstall von Daniel Waldauf, vlg. Pauler wechselte.

 

Unter dem Motto „Emotion, Freude und Leidenschaft“ stand die Osttiroler Bezirksrinderschau und lieferte damit einen eindrucksvollen Beweis, dass die Landwirtschaft in Osttirol auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen wird.

 

Gesamtsieger

Gesamtsieger Fleckvieh Kühe JUNG
Gesamtsieger Fleckvieh Kühe MITTEL
Gesamtsieger Fleckvieh Kühe HB C&D
Gesamtsieger Fleckvieh Kühe ALT
Gesamtsieger HOLSTEIN
Gesamtsieger PINZGAUER
Gesamtsieger GRAUVIEH
Gesamtsieger Pustertaler Sprinzen
Gesamtsieger Fleckvieh KALBINNEN