
Fußboden verlegen: Tipps & Infos
Kein anderes Element im Haus wird so sehr und oft beansprucht wie der Boden. Er muss nicht nur Kälte und Feuchtigkeit trotzen, sondern auch enormes Gewicht tragen und möglichst langlebig sein. Es gibt genügend robuste Bodenbeläge am Markt, aber eignen sich diese wirklich für jeden Bereich des Eigenheims? Denken Sie bei der Planung nicht nur praktisch. Die bewusste Wahl des Bodens kann einen Raum schon ohne Einrichtung freundlicher wirken lassen. Wir helfen Ihnen bei der richtigen Wahl.
Aufbau des Fußbodens
Grundsätzlich unterscheidet man beim Aufbau eines Fußbodens 3 Schichten und deren Funktionen:
- Nutzschicht: Als Nutzschicht bezeichnet man die oberste Bodenschicht, also den Bodenbelag.
- Zwischenschicht: Die Unterbodenkonstruktion. Sie besteht aus mehreren Schichten, die unterschiedliche Funktionen erfüllen (beispielsweise Wärme- und Trittschalldämmung, Feuchtigkeitsschutz, Ausgleich von Unebenheiten in der Bodenplatte, Verlegung des Rohrsystems uvm.).
- Tragschicht: Die Rohdecke ist die unterste Schicht und besteht entweder aus der Bodenplatte bzw. der Rohbetondecke (wenn Sie einen Keller haben) oder aus der Geschossdeckenkonstruktion.

Geben Sie Feuchtigkeit keine Chance
Feuchtigkeitssperren bzw. Dampfsperren kommen vor allem bei erdberührenden Bauelementen, wie dem Kellerboden, zum Einsatz. Sie sollen den Bodenbelag gegen Restfeuchte aus dem Untergrund schützen. Meistens handelt es sich dabei um eine Polyethylen Folie. Sie haben sich bei der Untergrundwahl für einen Estrich-, Asphalt-, oder Betonboden entschieden? Dann sollten Sie über das Verlegen einer Dampfsperre, meistens eine Polyethylenfolie, nachdenken, da mineralische Fußböden zum Teil aus Wasser bestehen.
Feuchtigkeitssperre:
- Habe ich einen erdberührenden Boden?
- Aus welchem Material besteht der Boden?
- Welche Folie eignet sich für meinen Boden?
Und was ist mit Tragschicht und Zwischenschicht?
Um die unteren beiden Schichten Ihres Bodens müssen Sie sich normalerweise keine großen Gedanken machen, denn darum kümmern sich Ihre Lagerhaus Bauexperten. Da die geplante Nutzung der Zwischenschicht aber über deren Aufbau entscheidet, sollten etwaige Sonderwünsche bereits in der Planungsphase geklärt werden. Möchten Sie zum Beispiel den Komfort einer Fußbodenheizung genießen, sollte diese mit dem Estrich in der Zwischenschicht verlegt werden. Besprechen Sie Ihre Vorstellungen einfach beim Planungsgespräch mit Ihrem Lagerhaus Fachberater.
Falls Sie den Aufbau Ihres Fußbodens doch selbst in die Hand nehmen möchten, sollten Sie diese Begriffe kennen:
- Trittschalldämmung: „Trittschall“ nennt man die Übertragung von Geräuschen über Boden, Wand und Decke in angrenzende Räume. Im Unterschied dazu beschreibt der „Gehschall“ die Übertragung von Geräuschen über die Luft innerhalb desselben Raumes. Vor allem bei „schwimmend“ verlegten Bodenbelägen (nicht mit dem Boden verklebte Beläge, z.B.: Laminat) sollten Sie auf eine Trittschalldämmung nicht verzichten.
- Estrich: Als Estrich bezeichnet man im Fußbodenaufbau den Untergrund für Beläge. Im Innenausbau wird der Estrich in der Regel auf einer Dämmunterlage ausgebracht („Nassestrich“). Die gängigsten Estrich-Arten sind:
- Der Zementestrich ist der Klassiker und die am häufigsten eingesetzte Estrichart. Er eignet sich für Nassräume und als Heizestrich. Zementestrich muss aber erst 3-4 Wchen trocknen, ehe er belegt werden kann.
- Anhydritestrich (auch Calciumsulfatestrich) ist früh begeh- und belastbar. Er speichert Wärme, leitet sie sehr gut und eignet sich hervrragend als Heizestrich. Anhydritestrich ist allerdings empfindlich gegen Feuchtigkeit und daher nicht in Nassräumen einsetzbar!
- Gussasphaltestrich: Ihn kümmern weder Temperatur noch Witterung. Gussasphaltestrich ist ideal für die Verlegung unter Nassräumen, denn er ist beinahe dampfdicht und besitzt außerdem gute Wärme- und Schallschutzeigenschaften.
- Der Zementestrich ist der Klassiker und die am häufigsten eingesetzte Estrichart. Er eignet sich für Nassräume und als Heizestrich. Zementestrich muss aber erst 3-4 Wchen trocknen, ehe er belegt werden kann.
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- Neben den Nassestrich-Arten gibt es auch Trockenestrich. Er besteht aus fertigen Elementen, zum Beispiel Gips- oder Holzfaserplatten. Trockenestrich kann schnell und einfach verlegt werden, das spart Zeit. Außerdem besitzt er ein geringes Eigengewicht und ist verhältnismäßig günstig. Trockenestrich ist allerdings feuchtigkeitsempfindlich und kann nicht mit allen Fußbodenheizungen verwendet werden.
- Neben den Nassestrich-Arten gibt es auch Trockenestrich. Er besteht aus fertigen Elementen, zum Beispiel Gips- oder Holzfaserplatten. Trockenestrich kann schnell und einfach verlegt werden, das spart Zeit. Außerdem besitzt er ein geringes Eigengewicht und ist verhältnismäßig günstig. Trockenestrich ist allerdings feuchtigkeitsempfindlich und kann nicht mit allen Fußbodenheizungen verwendet werden.
Checkliste Estrich
- Welcher Estrich eignet sich für mein Haus?
- Kann ich in jedem Hausbereich denselben Estrich anwenden?
- Habe ich die Trocknungszeit des Estrichs in meinem Bauphasenplan berücksichtigt?
Was Sie noch über die Trittschalldämmung wissen sollten
Nicht nur in einem Wohnung spielt die Trittschalldämmung eine Rolle, sondern auch in einem mehrstöckigen Familienhaus. Ob dumpfe Schritte, das Schieben von Stühlen oder das Dröhnen des Staubsaugers, eine Trittschalldämmung sorgt für mehr Ruhe im Haus. Außerdem schützt sie durch ihre isolierende Wirkung vor aufsteigender Kälte. Weiterer Pluspunkt: Die dämpfende Schicht, meistens bestehend aus Vinyl, gleicht minimale Unebenheiten im Fußboden aus.
Tipp: Schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe und besorgen Sie eine Trittschalldämmung mit integrierter Dampfbremse.
Zu guter Letzt: Die Tragschicht
Je nachdem, ob es sich um den Keller, das kellerlose Erdgeschoß oder ein Stockwerk handelt, kommt ein anderes Material für die Tragschicht zum Einsatz. Soll das Fundament getragen werden, muss etwas Stabiles, wie z.B. Betonplatten, gewählt werden. Für einen Boden im ersten Stock wird oft Holz verwendet. Ausschlaggebend sind dabei die Tragfähigkeit und der Untergrund.
Checkliste Tragschicht
- Welchen Untergrund habe ich?
- Welche Lasten müssen getragen werden?
- Erfüllt der Boden alle Anforderungen an den Brand- und Schallschutz?
- Eignet sich der Untergrund auch für die darüber liegenden Schichten?
- Ist er unempfindlich gegenüber Temperaturschwankungen, wie zum Beispiel einer Fußbodenheizung?
Apropos Fußbodenheizung
Bei der Fußbodenheizung sorgt ein warmwasserführendes Rohrsystem im Boden für wohlige Wärme. Neben den entsprechenden Rohren muss man auch die Wahl des passenden Estrichs („Heizestrich“) sowie spezieller Dämmmaterialien berücksichtigen.
Eine andere Möglichkeit ist der Einbau einer „trockenen“ Fußbodenheizung. Dabei werden die Heizrohre in speziellen Elementen direkt unter dem Bodenbelag verlegt. Diese Art der Fußbodenheizung bietet sich auch für den nachträglichen Einbau an, zum Beispiel bei einer Sanierung.
TIPP: Nicht jeder Bodenbelag eignet sich gleich gut für Fußbodenheizungen. Fliesen sind generell eine sehr gute Wahl. Wenn Sie aber beispielsweise Laminat verlegen möchten, dann greifen Sie zu speziellen Laminatsorten für Fußbodenheizungen. Wenden Sie sich zur Sicherheit einfach an Ihren Lagerhaus Fachberater.
Selbermachen oder machen lassen?
Nicht in jedem steckt ein leidenschaftlicher Handwerker. Muss es aber auch nicht! Ihr Lagerhaus vermittelt Ihnen für viele Tätigkeiten beim Hausbau eigene Fachleute oder lizenzierte Partnerbetriebe. Fragen Sie Ihren Lagerhaus Fachberater einfach nach dem Lagerhaus-Bodenverlegeservice und überlassen Sie die Arbeit den Profis.


