
Kirschlorbeer pflanzen, schneiden und pflegen: Anleitung für Garten & Hecke
Warum eine Kirschlorbeerhecke so beliebt ist
Ein Blick in die umliegenden Gärten verrät: Der Kirschlorbeer ist äußerst beliebt und stark vertreten. Und das aus gutem Grund. Die robuste, winterharte Pflanze ist immergrün und wächst so dicht, dass sie sich ideal als Sichtschutzhecke eignet. Die dicken, großen und saftig grünen Blätter bleiben auch bei Minustemperaturen an der Pflanze.
Der Kirschlorbeer wächst je nach Sorte 15 bis 50 cm pro Jahr und lässt sich gut zurückschneiden. Je nach Sorte kann der Strauch außerdem bis zu 4 m hoch werden. Welche weiteren Optionen Sie haben, um in Ihrem Garten für Privatsphäre zu sorgen, erfahren Sie im Artikel "Hecken als Sichtschutz".
Welche Kirschlorbeer-Sorten gibt es?
Die verschiedenen Sorten unterscheiden sich in ihrem Wachstum und der Blattgröße:
- Einige Sorten, etwa der Prunus laurocerasus „Caucasica“, werden sehr hoch und eignen sich daher sowohl als Solitärpflanze als auch als Hecke.
- Beliebte Heckenpflanzen sind die Sorten „Novita“, „Herbergii“ und „Etna“, die schnell zu einer niedrigen Hecke heranwachsen und besonders frosthart sind.
- Die Sorte „Piri“ wird nur bis zu 1 m hoch und ist somit ein idealer Bodendecker. Die Lagerhaus-Gartenberater informieren Sie gerne über das Sortiment und die Eigenschaften.
Der richtige Kirschlorbeer-Standort
Grundsätzlich ist der Kirschlorbeer eine eher anspruchslose Pflanze. Damit Ihr Kirschlorbeer ideal wächst, sollten Sie allerdings auf den Standort achten. Dieser spielt bei der Wahl der Kirschlorbeer-Sorte eine wichtige Rolle. Die meisten Sorten wachsen am besten im Halbschatten. Sogar für vollschattige Standorte oder als Unterpflanzung von Bäumen sind bestimmte Kirschlorbeersorten geeignet. An einem windgeschützten Standort fühlt sich der immergrüne Strauch besonders wohl.
Der winterharte Kirschlorbeer verträgt Temperaturen von bis zu -20 °C. Besonders wichtig ist, für den passenden Boden zu sorgen. Dieser sollte locker und humos sein, Staunässe mag der Kirschlorbeer genauso wenig wie Trockenheit. Der Kirschlorbeer kann in Kombination mit anderen Pflanzen gesetzt werden, denn durch seine tiefen Wurzeln findet er überall seinen Weg.
Kirschlorbeer pflanzen: Wann ist der beste Zeitpunkt?
Am besten pflanzen Sie Kirschlorbeer im Herbst, idealerweise bis Oktober. Dann ist der Boden normalerweise noch warm genug, dass sich die Pflanzen anwurzeln, aber nicht mehr austreiben. Das bedeutet, der Kirschlorbeer kann seine ganze Energie verwenden, um Wurzeln zu bilden. Sobald es im Frühjahr warm wird, beginnt der Strauch kräftig zu wachsen.
Auch eine Pflanzung im Frühjahr ist möglich. Am besten im März oder April, bevor die Sonne zu stark wird und den Pflanzen eventuell zusetzt. Achten Sie außerdem unbedingt darauf, die neu gesetzten Sträucher ausreichend zu bewässern. Egal, ob Sie sich für eine Pflanzung im Frühjahr oder Herbst entscheiden, wählen Sie unbedingt frostfreie Tage.

Kirschlorbeer pflanzen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Hat sich der Kirschlorbeer erst einmal angewurzelt, wächst er schnell und ist pflegeleicht. Grundvoraussetzung dafür ist die korrekte Pflanzung. Folgen Sie unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung für ein zufriedenstellendes Ergebnis.
Schritt 1: Pflanzloch vorbereiten
Das Pflanzloch für den Kirschlorbeer sollte etwa doppelt so breit wie den Wurzelballen sein. Die Tiefe des Loches entspricht in etwa dem Wurzelballen bzw. etwas tiefer.
Entfernen Sie zuerst die Grasnarbe an der gewählten Stelle. Dann heben Sie das Loch aus, die Erde können Sie nach der Pflanzung wieder zum Befüllen verwenden. Lockern Sie zusätzlich den Boden des Pflanzloches, damit die Wurzeln besser wachsen.
Tipp: Bei der Pflanzung einer Kirschlorbeer-Hecke markieren Sie den gewünschten Verlauf. Je nach Pflanzabstand kann es außerdem einfacher sein, einen Graben anstatt einzelner Löcher auszuheben.
Schritt 2: Kirschlorbeer richtig setzen
In der Regel handelt es sich beim Kirschlorbeer um Containerware. Nehmen Sie den Kirschlorbeer aus dem Topf und stellen Sie den Wurzelballen in einen Kübel mit Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Dann ist die Pflanze ausreichend bewässert und kann eingesetzt werden.
Bei besonders dichten Böden empfiehlt sich eine Drainageschicht unter der Pflanze, da Staunässe dem Kirschlorbeer schadet. Achten Sie darauf, den Kirschlorbeer nicht zu tief zu pflanzen. Es gilt: Lieber zu flach als zu weit in die Erde. Mischen Sie dann die vorher ausgehobene Erde mit Kompost, Mist oder einem passenden Dünger und befüllen Sie das Pflanzloch dicht bis oben hin.
Schritt 3: Richtigen Pflanzabstand einhalten
Vor allem bei einer Pflanzung als Sichtschutz ist auf den passenden Pflanzabstand zu achten. Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte 40 cm nicht unterschreiten. Besser wären 60 - 100 cm, da sich die Pflanze auch stark ausbreitet. Bedenken Sie außerdem den Abstand zum Nachbargrundstück, hier gibt es je nach Region Vorschriften, die einzuhalten sind.
Schritt 4: Angießen und mulchen
Formen Sie rund um jede Pflanze einen kleinen Erdwall, um zu verhindern, dass das Gießwasser abfließt. Dieser Erdwall sollte die ersten Wochen bestehen bleiben, damit der Kirschlorbeer ausreichend bewässert wird. Bewässern Sie die Pflanzen mit dem Gartenschlauch, jeweils mit so viel Wasser, dass es fast über den Gießrand läuft. In der Anwachsphase ist diese Bewässerung unbedingt notwendig.
Damit die Feuchtigkeit länger bestehen bleibt, empfiehlt sich außerdem eine Abdeckschicht, etwa aus Rindenmulch oder Kies. Dadurch wird außerdem Unkraut etwas eingedämmt und die Optik verbessert.
Schritt 5: Kirschlorbeer zurückschneiden
Abschließend können Sie die Triebe um etwa ein Drittel zurückschneiden. Das sorgt dafür, dass sich die Äste besser verzweigen und die Hecke dicht wächst.
Kirschlorbeer schneiden: So bleibt die Hecke dicht und gesund
Einmal, manchmal zweimal, im Jahr wird der Kirschlorbeer geschnitten. Dieser jährliche Rückschnitt regt das Wachstum an und gibt der Hecke die gewünschte Form. Ist der Kirschlorbeer erst einmal angewachsen, verträgt er auch radikale Rückschnitte sehr gut.
Der passende Zeitpunkt ist abhängig von der Art des Schnittes. Der jährliche Rückschnitt sollte im späten Frühjahr (Ende Mai bis Anfang Juni) vor der Blüte oder im Spätsommer (August) erfolgen. Ein Formschnitt kann im Juni erfolgen, dann kann der Strauch schnell neue Triebe bilden. Ist ein radikaler Verjüngungsschnitt vonnöten, ist Ende Februar der passende Zeitpunkt. Wir empfehlen außerdem, auf die Brutzeiten der Vögel zu achten und von März bis August keine radikalen Schnitte durchzuführen.
Besonders wichtig ist, den Kirschlorbeer nicht bei starker Sonneneinstrahlung zu schneiden. Nutzen Sie einen kühlen, bewölkten, aber unbedingt frostfreien Tag für den Rückschnitt. Im besten Fall verwenden Sie zum Schneiden eine manuelle Heckenschere oder, für kleinere Schnitte, eine Gartenschere. Eine elektrische Heckenschere ist zwar praktisch, aber aufgrund der großen Blätter, die zerschnitten werden, kann das Ergebnis beim Kirschlorbeer ausgefranst aussehen. Lesen Sie mehr dazu in unseren Beiträgen zu den Themen „Heckenschere“ und „Hecken richtig schneiden“.
Achtung: Alle Pflanzenteile des Kirschlorbeers sind giftig. Tragen Sie deshalb bei der Arbeit unbedingt Gartenhandschuhe.

Kirschlorbeer pflegen: Wasser, Dünger & Rückschnitt
Ist der Kirschlorbeer angewachsen, hält sich der Pflegeaufwand in Grenzen. Zu den regelmäßig durchzuführenden Pflegemaßnahmen gehören das Bewässern, Düngen und der Rückschnitt. Doch auch hier ist die Frequenz niedrig. Ein Rückschnitt ist lediglich einmal, gegebenenfalls zweimal im Jahr notwendig.
Wichtiger ist, auf die ausreichende Bewässerung zu achten. Der Kirschlorbeer benötigt viel Wasser. Bei langanhaltenden Trockenperioden muss unbedingt gegossen werden, egal zu welcher Jahreszeit. Achten Sie bei der Bewässerung unbedingt darauf, dass das Wasser versickert bzw. abläuft, denn der Kirschlorbeer reagiert äußerst empfindlich auf Staunässe.
Da der Kirschlorbeer das ganze Jahr über seine dicken Blätter behält, muss er auch im Winter bei Bedarf mit Wasser versorgt werden. Entfernen Sie im Winter außerdem große Schneemengen, die Äste abknicken können.
Damit der Kirschlorbeer besonders gut und dicht wächst, versorgen Sie ihn im Frühjahr mit einem passenden Langzeitdünger. Auch Kompost eignet sich hervorragend zum Düngen vor der Wachstumsphase. Schützen Sie den Boden mit Rindenmulch oder Gartenfaser vor dem Austrocknen und großem Frost.
Kirschlorbeer hat braune Blätter: Ursachen und Lösungen
Fühlt sich der Kirschlorbeer nicht wohl, verfärben sich seine sattgrünen Blätter gelb oder braun. Sobald sich die Blätter verfärben, sollten Sie der Ursache auf den Grund gehen.
Häufig vorkommende Ursachen sind:
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Trockenschäden durch Frost: Die Blätter werden braun, da der Strauch über den gefrorenen Boden kein Wasser aufnehmen kann. Das Ergebnis präsentiert sich dann im Frühjahr durch braune, eingetrocknete Blätter. Sorgen Sie deshalb dafür, den Kirschlorbeer auch im Winter an frostfreien Tagen zu bewässern. Eine Mulchschicht sorgt außerdem für Schutz vor Frost und dem Austrocknen.
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Staunässe: Genauso wenig wie zu viel Trockenheit mag der Kirschlorbeer Staunässe. Das kann an einem zu lehmigen Boden oder einer zu übermäßigen Bewässerung liegen. Lockern Sie den Boden, verbessern Sie die Drainage mithilfe von Sand oder Kies und passen Sie die zugeführte Wassermenge an.
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Nährstoffmangel: Besteht ein Mangel an Stickstoff oder Kalium, wird die Pflanze geschwächt und die Blätter verfärben sich. Deshalb empfiehlt es sich, den Kirschlorbeer im Frühjahr mit einem entsprechenden Langzeitdünger zu versorgen.
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Pilzbefall: Pilzinfektionen äußern sich durch runde, braune Flecken, die oft herausfallen und Löcher in den Blättern verursachen. Ein Beispiel dafür ist die Schrotschusskrankheit. Nehmen Sie einen Pilzbefall wahr, entfernen Sie die betroffenen Blätter umgehend. Bei übermäßigem Befall kann ein Fungizid zum Einsatz kommen. Sprechen Sie mit unseren kompetenten Gartenberatern.
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Falscher Standort: Die falsche Standortwahl begünstigt oft das Vorkommen von braunen Blättern. Zu viel Sonne im Winter führt zu Trockenschäden durch Frost, der falsche Boden zu Staunässe. Geschwächte Pflanzen sind in der Folge anfälliger für Pilzkrankheiten.
Kirschlorbeer pflanzen: Fehler vermeiden
Wer beim Einpflanzen und in der Anwachsphase auf einige essenzielle Punkte achtet, schafft eine gute Basis für einen schnell wachsenden und sattgrün leuchtenden Kirschlorbeer. Zu den klassischen Fehlern gehört ein zu geringer Pflanzabstand und somit zu wenig Platz. Auch zu wenig Wasser ist bereits vom Pflanzzeitpunkt an ein großes Problem.
Die ersten Wochen muss der Wurzelballen feucht gehalten werden, damit sich der Kirschlorbeer ansetzt. Zu dichter Boden verursacht Staunässe. Sorgen Sie also bereits im Pflanzloch für eine Drainageschicht, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Halten Sie sich beim Rückschnitt an den passenden Zeitpunkt. Das heißt: nicht zu trocken, keine übermäßige Sonne, kein Frost. Nur so geben Sie Ihren Pflanzen die Chance, nach dem Schnitt wieder kräftig zu wachsen.
Häufige Fragen zum Kirschlorbeer
Ist Kirschlorbeer winterhart?
Ja, Kirschlorbeer ist winterhart und behält auch in der kalten Jahreszeit seine dicken, grünen Blätter.
Wie viele Kirschlorbeer pro Meter?
Der Pflanzabstand ist abhängig von der Kirschlorbeer-Sorte und rangiert von ca. 40 bis 100 cm. Daraus ergibt sich eine Anzahl von einem bis höchstens drei Pflanzen pro Meter.
Wann und wie schneidet man Kirschlorbeer?
Kirschlorbeer wird am besten im Frühjahr geschnitten, bevor die ersten neuen Triebe erscheinen. Ein Formschnitt ist auch im Juni noch möglich, ein radikaler Rückschnitt sollte im Februar durchgeführt werden. Für ein formschönes Ergebnis schneiden Sie den Kirschlorbeer manuell und nicht elektrisch.
Wie hoch kann Kirschlorbeer werden?
Manche Kirschlorbeer-Sorten, etwa „Rotundifolia“ und „Caucasica“, werden 3-4 Meter hoch.
Ist Kirschlorbeer giftig?
Ja, alle Pflanzenteile des Kirschlorbeers sind giftig. Die Pflanze eignet sich nicht für Gärten mit Kindern oder Haustieren.
Kann man Kirschlorbeer auch im Topf pflanzen?
Kirschlorbeer kann ohne Probleme auch im Topf gepflanzt und beliebig als Blickfang oder Sichtschutz aufgestellt werden.
Welcher Kirschlorbeer eignet sich als Sichtschutz?
Kirschlorbeer wächst generell sehr dicht. Als besonders blickdichte Sorten gelten „Rotundifolia“, „Novita“ und „Etna“.
Wie schnell wächst Kirschlorbeer?
Je nach Sorte und Wuchshöhe kann der Kirschlorbeer zwischen 15 und 50 cm im Jahr wachsen.
Kommen Sie in Ihr Lagerhaus und lassen Sie sich beraten. Die Auswahl an Pflanzen und Gartenwerkzeug ist groß. Die Gartenfachmitarbeiter sind Ihnen gerne behilflich.







