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Person schneidet Hecke im Garten mit Heckenschere und Gartenhandschuhen.

Hecken als Sichtschutz: Die besten Heckenpflanzen und Tipps für Ihren Garten

Hecken und Sträucher sind ideale natürliche Abgrenzungen und erfüllen dabei gleich mehrere Funktionen. Sie bieten Sichtschutz, reduzieren Schall und filtern Staub. Grüne oder auch blühende Hecken sind eine wunderbare Alternative zu herkömmlichen Zäunen.

Neben dem natürlichen Anblick und der Nachhaltigkeit punkten Hecken auch in Sachen Windschutz und Schallschutz. Welche Pflanzen zu Ihrer Hecke passen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wir zeigen Ihnen, welche Heckenarten es gibt, worin sich immergrün und wintergrün unterscheiden und wie Sie Ihren Heckensichtschutz richtig pflanzen und pflegen.

Warum eine Hecke als Sichtschutz die beste Wahl ist

Eine Hecke fügt sich perfekt in das Gartenbild ein und bietet einen natürlichen, optisch ansprechenden Abschluss. Durch die dichte Verzweigung sind Hecken ein idealer Sichtschutz, damit Sie in Ihrem Garten volle Privatsphäre genießen können. Gleichermaßen schützen gut gepflegte, dichte Hecken vor Wind und Lärm. Bei der Pflanzenart haben Sie unterschiedliche Möglichkeiten, von Nadelhölzern über Laubhecken bis hin zu bunt blühenden Sträuchern.


Was sie alle vereint, ist der ökologische Mehrwert: Sie bieten einen Lebensraum für Insekten und Vögel, die darin ungestört und geschützt leben. Außerdem sind sie ein natürlicher Wasserspeicher, wachsen schnell und sind langlebig. Mit der richtigen Pflege wird in wenigen Jahren aus einem kleinen Strauch ein riesiger Busch bzw. eine hochwachsende Hecke. 

Heckenarten und Heckenpflanzen im Überblick: Welche Hecke passt zu Ihrem Garten

Die Unterschiede zwischen den Heckenarten sind groß.

Lesen Sie, welche Pflanzen sich als Sichtschutz und Gartenbegrenzung eignen und welche Eigenschaften sie mit sich bringen. 


Immergrüne Hecken


Immergrüne Pflanzen sind äußerst beliebt. Sie verlieren auch im Winter keine Nadeln oder Blätter und sorgen das ganze Jahr über für Sichtschutz. Zu beachten ist, dass die meisten immergrünen Heckenarten für Menschen und Haustiere giftig sind. Klassische Vertreter der immergrünen Hecke sind: 

Gepflegter Garten mit grünem Rasen, Blumenbeeten und Sitzbank im Hintergrund.
  • Kirschlorbeer: Der Kirschlorbeer hat dicke, sattgrüne Blätter und ist ein besonders schnell wachsendes Laubgewächs. Er ist gut schnittverträglich und bei der Wahl des Standortes unkompliziert. Kirschlorbeer eignet sich auch als Sichtschutz auf dem Balkon, da er mit wenig Platz gut auskommt. Im Artikel "Kirschlorbeer für den großen und kleinen Garten" gibt's Pflegetipps.
  • Thuje: Auch die Thuje ist eine äußerst beliebte Heckenart. Es handelt sich dabei um ein Nadelgewächs, das auch im Winter grün leuchtet. Thujen wachsen schnell, sind blickdicht und günstig in der Anschaffung. Die Lebensbaum-Thuje benötigt zu Sommer- und Herbstbeginn einen Schnitt. Die Smaragdthuje wächst kegelförmig und muss nicht geschnitten werden.
  • Eibe: Auch die Eibe ist eine dichte, immergrüne Heckenpflanze. Das Nadelgehölz ist anspruchslos und pflegeleicht, wächst allerdings etwas langsamer als Kirschlorbeer oder Thuje. Die roten Beeren sind zwar für Menschen und Haustiere giftig, für Vögel allerdings eine willkommene Mahlzeit.
  • Glanzmispel Red Robin: Diese Heckenart ist mit ihren auffälligen roten Blättern ein besonderer Blickfang. Die Glanzmispel mag sonnige Standorte und eignet sich besonders für Regionen, in denen der Winter eher mild ausfällt.
  • Efeu: Auch der Efeu gehört zu den Pflanzenarten, die das ganze Jahr über ihre grünen Blätter behalten. Efeu ist zwar keine klassische Heckenpflanze, eignet sich aber perfekt als Sichtschutz und zum Begrünen von Zäunen, Wänden und Balkonen. Lesen Sie unseren Artikel „Sichtschutz mit Pflanzen für Balkon und Terrasse“ für mehr Informationen. 

 

Wintergrüne bzw. halbimmergrüne Hecken


Unter halbimmergrünen Hecken versteht man alle jene Vertreter, die in strengen und frostigen Wintern ihr Laub abwerfen. Wintergrüne Arten behalten ihr Laub über den Großteil der Wintermonate, werfen dieses dann ab, um schnell wieder auszutreiben und neue Blätter zu bilden. Wann und ob dieser Laubwechsel stattfindet, ist abhängig von den Wetterbedingungen und der Temperatur. Vertreter der wintergrünen Hecken sind: 

 

 

  • Hainbuche: Die Hainbuche verliert ihre Blätter erst im späten Winter. Der Sichtschutz ist somit fast das ganze Jahr über gegeben. Sie ist beliebt, weil sie sehr pflegeleicht und anspruchslos ist. Sie benötigt wenig Platz und kann somit auch in kleinen Gärten als Hecke gepflanzt werden. Erfahren Sie mehr in unserem Artikel über Hainbuchenhecken.
  • Liguster: Der Liguster ist eine dicht wachsende Hecke, die in vielen Gärten zu finden ist. Der Liguster wächst schnell und kann hervorragend in Form geschnitten werden. Es gibt verschiedene Ligusterarten, die sich in ihren Eigenschaften und ihrer Blätterfarbe unterscheiden. Unser Artikel zum Thema „Liguster als Hecke pflanzen“ bietet detaillierte Informationen.
  • Berberitze: Die Berberitze ist eine robuste Heckenart, die mit ihren Dornen den Garten schützt. Es gibt verschiedene Sorten, mit oder ohne Blüten und Beeren sowie mit roten oder grünen Blättern. Durch die Dornen ist die Berberitze beim Rückschnitt mit Vorsicht zu bearbeiten. 

Blühhecken und Sträucher


Wer es gerne bunt und dekorativ hat, setzt auf Blühhecken bzw. blühende Sträucher als Sichtschutz. Da es sich dabei in der Regel um sommergrüne Pflanzen handelt, also all jene, die im Herbst bzw. Winter ihre Blätter verlieren, ist der Sichtschutz nur über einen Teil des Jahres gegeben.

Die Blühhecken sind besonders wertvoll für die Biodiversität, da sie für viele Insekten und Vögel Wohnraum, Nistplatz und Nahrungsquelle sind. Wer gerne von Frühjahr bis Spätherbst eine Blütenpracht genießen möchte, kombiniert verschiedene Ziergehölzer, die abwechselnd blühen. Zu den beliebtesten Blühhecken gehören: 

Blühende Hecke entlang eines Gehwegs im Wohngebiet.
  • Forsythie: Die Forsythie blüht schon sehr zeitig im Frühjahr. Bereits wenn Bäume und andere Sträucher noch kahl sind, leuchten Forsythien gelb in vielen Gärten. Forsythien wachsen schnell und mit dem richtigen Rückschnitt auch sehr dicht.
  • Flieder: Der Flieder ist ein üppig blühender Strauch, erhältlich mit Blüten in verschiedenen Farben. Es ist eine sehr unkomplizierte, robuste Pflanzenart, die im späten Frühling für Farbenpracht und Fliederduft im Garten sorgt.
  • Hibiskus: Auch der Hibiskus besticht durch wunderschöne Blüten in unterschiedlichen Farben. Er blüht ab Juni oft über mehrere Monate hinweg. Damit der Hibiskus dicht wächst und üppig blüht, sollte er regelmäßig geschnitten werden

Hecken pflanzen: Schritt-für-Schritt

Richtig einpflanzen ist die Grundvoraussetzung für eine dichte Hecke: nicht zu knapp, aber auch nicht zu weit auseinander, in passendem Abstand zum Zaun oder dem Nachbargrundstück und vor allem zur richtigen Jahreszeit. Die meisten Heckenarten sollten im Herbst gepflanzt werden. So können die Pflanzen über den Winter Wurzeln bilden und dann im Frühjahr kräftig austreiben. Alternativ können Sie auch im Frühjahr Hecken pflanzen. Wir erklären Ihnen, wie Sie bei der Anpflanzung vorgehen. 


Schritt 1: Standort und Heckenart wählen


Die Wahl der richtigen Heckenart hängt von Ihren Vorlieben, aber auch von Bodenbeschaffenheit, Sonneneinstrahlung und Bewässerungsbedürfnis ab. Betrachten Sie dazu den gewählten Standort mit Sorgfalt und gleichen Sie diesen mit den Bedürfnissen und Ansprüchen der Heckenart ab. Unsere Lagerhaus-Experten beraten Sie gerne persönlich. 


Schritt 2: Boden vorbereiten


Um sicherzugehen, dass die einzelnen Pflanzen gerade und in einer Reihe wachsen, empfehlen wir, eine Schnur zu spannen. Tragen Sie die Grasnarbe ab, um die Pflanzung zu erleichtern. Halten Sie den passenden Abstand zum Gartenzaun und Nachbargrundstück ein. 


Schritt 3: Heckenpflanzen im richtigen Abstand pflanzen


Entlang der gespannten Schnur graben Sie die einzelnen Pflanzlöcher doppelt so tief und doppelt so breit, wie der Wurzelballen groß ist, aus. Geben Sie etwas Blumenerde, vermischt mit Kompost und einem passenden Dünger, ins Pflanzloch dazu. Lockern Sie den Wurzelballen der Pflanze und pflanzen Sie die Sträucher nicht zu knapp nebeneinander. Thujen benötigen z.B. einen Pflanzabstand zwischen 40 und 50 cm. Freiwachsende Hecken benötigen einen Abstand zwischen 1,5 und 2 m. Die genauen Angaben zu Standort, Höhe, Breite und Abstand finden Sie meist direkt auf dem Etikett der Pflanzen.


Schritt 4: Rückschnitt durchführen


Die meisten Pflanzen benötigen nach dem Eingraben einen kräftigen Rückschnitt, damit sie auch unten dicht wachsen und nicht verkahlen. 


Schritt 5: Gießen und mulchen


Gießen Sie die frisch eingepflanzten Sträucher um den Wurzelbereich. Lockern Sie die oberste Erdschicht mit einer Harke auf und verteilen Sie eventuell Rindenmulch, Abdeckfaser oder Holzhäcksel auf dem Boden. Diese Schicht schützt die Wurzeln vor zu schnellem Austrocknen und dämmt den Unkrautwuchs ein. 

Hecke schneiden und pflegen

Hecken müssen regelmäßig geschnitten werden, die meisten Arten zweimal im Jahr. Sommergrüne Laubgehölze schneiden Sie das erste Mal im zeitigen Frühjahr vor dem Laubaustrieb, und keinesfalls, wenn noch Fröste mit Temperaturen unter -5° C zu erwarten sind. Den zweiten Schnitt sollten Sie gegen Ende Juni vornehmen, da die Pflanzen zu diesem Zeitpunkt noch einmal kräftig nachtreiben. Wichtig: Nehmen Sie bitte immer Rücksicht auf brütende Vögel. Treibt die Hecke nicht stark nach, reicht der Frühjahrsschnitt.

Person schneidet hohe Hecke mit Heckenschere von einer Leiter aus, zweite Person sichert unten.

Immergrüne Laub- und Nadelgehölze werden ebenfalls im Frühjahr das erste Mal geschnitten. Der richtige Zeitpunkt ist, wenn keine Spätfröste mehr drohen, aber vor der Brutzeit. Der zweite Schnitt erfolgt wesentlich später im Sommer, da diese Sträucher ihr Wachstum früher abschließen und nicht mehr nachtreiben. Mit einem zu früh angesetzten Schnitt im Sommer würden Sie den Austrieb anregen, der nicht mehr ausreifen könnte und im Winter dann frostgefährdet wäre. 


Achten Sie vor allem in heißen Sommern darauf, dass manche Heckenarten, wie etwa der Kirschlorbeer, bei Trockenheit auf eine ausreichende Bewässerung angewiesen sind. Außerdem profitieren Heckenpflanzen von regelmäßigem Düngen. Am besten düngen Sie Ihre Hecke im Frühjahr mit einem Langzeitdünger und wiederholen den Vorgang eventuell im Sommer.


Hinweis: Starke Rückschnitte sind im Zeitraum vom 1. März bis zum 30. September gesetzlich untersagt, da in diesem Zeitraum Vögel nisten. 

Häufige Fehler bei Hecken als Sichtschutz

Bei einer Hecke als Sichtschutz sieht man schnell, ob bei der Pflanzung und Pflege alles passt. Vermeiden Sie die folgenden typischen Fehler und genießen Sie Ihren dichten, natürlichen Sichtschutz im Garten:

 

  • Falsche Heckenart: Achten Sie bei der Pflanzenauswahl auf Standort, gewünschten Sichtschutz und die Wuchshöhe.
  • Falsche Pflanzabstände: Beim Pflanzen der Hecken müssen Sie auf den passenden Abstand achten. Manche Heckenarten wachsen sehr breit, andere eher schmal in die Höhe. Bei falschen Abständen entstehen Lücken.
  • Falscher oder fehlender Rückschnitt: Haben Sie keine Angst davor, den Hecken einen Rückschnitt zu verpassen. Bereits von Anfang an müssen Sie Ihre Heckenpflanzen schneiden, damit sie vom Boden weg dicht austreiben.
  • Unregelmäßige Pflege: Hecken müssen nicht nur regelmäßig geschnitten, sondern auch mit wichtigen Nährstoffen versorgt werden. Manche Heckenarten benötigen außerdem, vor allem im Sommer, zusätzliches Wasser. 

Alternativen zur Hecke als Sichtschutz

Neben Hecken gibt es noch weitere Möglichkeiten, im Garten für Sicht-, Wind- und Lärmschutz zu sorgen. Zäune aus unterschiedlichen Materialien und in verschiedenen Farben, passend zum Haus, sowie verschiedene Sichtschutzelemente sind eine wunderbare Alternative zur Hecke. Wenn Sie keine Hecke pflanzen möchten, aber es gern natürlich haben, sind Rankpflanzen wie Efeu oder wilder Wein eine gute Alternative. In unserem Artikel „Sichtschutz im Garten“ erhalten Sie einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten für mehr Privatsphäre im Garten.

Häufige Fragen rund um Hecken als Sichtschutz

Welche Pflanzen sind ein guter Sichtschutz?


Viele Hecken und Sträucher, die regelmäßig geschnitten werden, wachsen dicht und schnell zu einem natürlichen Sichtschutz. Besonders beliebt sind zum Beispiel Kirschlorbeer, Thuje und Hainbuche.


Was ist eine immergrüne Hecke?


Immergrün bedeutet, dass eine Pflanze auch im Winter ihre Nadeln oder Blätter behält. Zu den immergrünen Heckenarten gehören Thuje, Kirschlorbeer und Eibe.


Welche Heckenpflanzen gibt es?


Es gibt Laub-, Nadel- und Blühhecken. Die Thuje ist eine immergrüne Nadelhecke. Zu den Laubhecken zählen der immergrüne Kirschlorbeer und der Liguster. Klassische Blühhecken sind Forsythie, Hibiskus und Flieder.


Welche Hecke wächst schnell und blickdicht?


Kirschlorbeer und Thuje sind Heckenarten, die schnell und blickdicht wachsen und das ganze Jahr über für Sichtschutz sorgen.


Welche Sträucher wachsen schnell als Sichtschutz?


Zu den klassischen, schnell wachsenden Hecken zählen Thuje, Kirschlorbeer, Hainbuche und Liguster. Vor allem Thujen erreichen schnell eine beachtliche Höhe.


Welche Hecke eignet sich als Windschutz?


Dicht wachsende Heckenarten eignen sich hervorragend als Windschutz. Dazu gehören Liguster, Kirschlorbeer und Hainbuche.


Welcher Strauch eignet sich als Windschutz?


Alle dicht wachsenden Heckenpflanzen und -sträucher eignen sich als Windschutz. Beispiele dafür sind Liguster, Hainbuche, Thuje und Berberitze.

Kommen Sie in Ihr Lagerhaus. Die Auswahl an Pflanzen ist groß. Wählen Sie außerdem aus dem großen Sortiment an Heckenscheren das passende Gartengerät aus. Die Gartenfachberater sind Ihnen bei der Auswahl gerne behilflich.