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Frisch gemähte Rasenfläche mit Rädern eines Rasenmähers am linken Rand

Rasen mähen: Der Ratgeber für einen perfekten Rasen

Ein gepflegter Rasen ist das Herzstück eines jeden Gartens. Er lädt zum Barfußlaufen ein, bietet Kindern eine sichere Spielfläche und verleiht dem gesamten Grundstück ein ordentliches Erscheinungsbild. Doch wie mäht man den Rasen richtig?

In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige rund ums Rasenmähen – von der optimalen Schnitthöhe über die richtige Technik bis hin zu wertvollen Tipps für ein perfektes Ergebnis.

Der richtige Zeitpunkt: Wann sollte man den Rasen mähen?

Die Frage "Wann ist der richtige Zeitpunkt, um den Rasen zu mähen?" beschäftigt viele Gartenbesitzer, besonders zu Saisonbeginn. Grundsätzlich beginnt die Mähsaison im Frühjahr, sobald die Temperaturen auch nachts konstant über 7-10 Grad Celsius liegen und der Rasen wieder aktiv zu wachsen beginnt – meist ab März oder April. Detaillierte Informationen zur Rasenpflege im Frühjahr finden Sie in unserem separaten Ratgeber.

Um den Rasen beim Mähen nicht zu stark zu beanspruchen, spielt die Tageszeit ebenfalls eine wichtige Rolle: Idealerweise mähen Sie am späten Vormittag oder frühen Abend, wenn der Tau abgetrocknet ist, aber die Mittagshitze noch nicht oder nicht mehr herrscht.

Von April bis Juni, wenn das Gras am stärksten wächst, steht das regelmäßige Mähen im Mittelpunkt der Rasenpflege. Wie Sie Ihren Rasen neben dem Mähen optimal durch die warme Jahreszeit bringen, erfahren Sie in unserem Beitrag zur Rasenpflege im Sommer.

Kind hilft Vater beim Rasenmähen in frühabendlicher Sommerstimmung

Wie oft sollte man den Rasen mähen?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, da die Häufigkeit vom Wachstum abhängt:

 

  • Frühjahr: alle 7-10 Tage, wenn das Wachstum einsetzt

  • Hochsommer: 1-2 mal pro Woche bei optimalem Wachstum

  • Spätsommer/Herbst: alle 10-14 Tage bei verlangsamtem Wachstum

  • Trockenperioden: seltener mähen, da das Wachstum stockt

 

Entscheidend ist: Mähen Sie lieber öfter mit geringerer Schnitthöhe als selten mit radikalem Rückschnitt. Regelmäßiges Mähen fördert die Dichte des Rasens und verhindert die Ausbreitung von Unkraut.

Die optimale Schnitthöhe beim Rasenmähen

Die richtige Rasen-Mäh-Höhe ist entscheidend für einen gesunden, dichten Rasen. Als Faustregel gilt die sogenannte Ein-Drittel-Regel: Schneiden Sie niemals mehr als ein Drittel der Halmlänge auf einmal ab. Zu radikale Schnitte schwächen die Graspflanzen und fördern Unkrautwachstum.

 

Empfohlene Schnitthöhen:

  • Zierrasen: 2-3 cm

  • Gebrauchsrasen: 4-5 cm

  • Schattenrasen: 5-6 cm

  • Spielrasen: 4-5 cm

 

Im Hochsommer sollten Sie normalen Gebrauchsrasen etwas höher lassen (5-7 cm), da längere Halme besser Schatten spenden und die Feuchtigkeit im Boden besser halten. Im Frühjahr und Herbst können Sie etwas tiefer mähen.

 

Tipp: Welche Rasenmischung für Ihren Garten passend ist, können Sie im Artikel "Der richtige Rasen für den richtigen Zweck" lesen.

Hohes Gras mähen: So gehen Sie vor

Wenn der Rasen länger gewachsen ist – etwa nach dem Urlaub oder im Frühjahr – stellt sich die Frage, wie man beim Mähen des Grases vorgehen soll. Hier ist Geduld gefragt:

 

  • Erster Durchgang: Mähen Sie zunächst nur die obersten 3-4 cm ab

  • Wartezeit: Lassen Sie dem Rasen 2-3 Tage Erholungszeit

  • Zweiter Durchgang: Kürzen Sie auf die gewünschte Endhöhe

  • Messer schärfen: Bei hohem Gras werden die Messer stärker beansprucht

 

Vermeiden Sie den Fehler, sehr hohes Gras auf einmal zu kürzen. Dies schockt die Pflanzen und hinterlässt einen braunen, gestressten Rasen.

Hoher Rasen mit Löwenzahn wird von einem roten Rasenmäher gemäht

Das richtige Gerät zum Rasenmähen

Die Auswahl des passenden Rasenmähers hängt von mehreren Faktoren ab: der Größe Ihrer Rasenfläche, der Geländebeschaffenheit und Ihren persönlichen Vorlieben.

 

  • Für kleine Gärten bis etwa 300 m² eignen sich handgetriebene Spindelmäher oder leichte Elektromäher mit Kabel. Diese sind leise, wendig und ideal für überschaubare Flächen.

  • Mittelgroße Flächen bis 800 m² lassen sich effizient mit einem Akkumäher oder einem leistungsstärkeren Elektromäher bearbeiten. Akkumodelle bieten dabei den Vorteil der kabellosen Flexibilität.

  • Bei großen Grundstücken ab 1.000 m² empfiehlt sich ein Benzinmäher mit entsprechender Leistung und Schnittbreite oder ein Mähroboter mit ausreichender Flächenkapazität. Benzinmäher sind besonders robust und bewältigen auch anspruchsvolles Gelände sowie Hanglagen problemlos.

  • Für sehr große Flächen ab 1.500 m² bieten sich Aufsitzmäher oder Rasentraktoren an, die das Mähen deutlich komfortabler und zeitsparender gestalten.


Damit Sie auch ganz sicher das richtige Modell für Ihren Garten finden, haben wir Ihnen die wichtigsten Infos zu den verschiedenen Rasenmäher-Arten zusammengefasst.

Rasen richtig mähen: 6 Tipps für einen schönen Rasen

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick: Mit diesen Tipps umgehen Sie typische Fehler beim Rasenmähen.

 

Tipp 1: Nicht zu kurz mähen

Der häufigste Fehler überhaupt. Ein zu kurzer Schnitt schwächt die Graspflanzen, fördert Moos und Unkraut und macht den Rasen anfällig für Trockenheit.

 

Tipp 2: Nicht bei Nässe mähen

Nasses Gras verklebt den Mäher, die Schnittqualität leidet, und Sie hinterlassen unschöne Fahrspuren.

 

Tipp 3: Nicht in der prallen Mittagshitze mähen

Der frische Schnitt stresst die Pflanzen zusätzlich, und offene Schnittstellen können bei intensiver UV-Strahlung verbrennen.

 

Tipp 4: Messer regelmäßig schärfen

Mindestens einmal pro Saison sollten die Messer geschärft oder ausgetauscht werden. Am einfachsten können Sie das im Rahmen eines Rasenmäher-Service erledigen lassen.

 

Tipp 5: Nicht immer das gleiche Muster

Wechselnde Mährichtungen verhindern Spurrillen und fördern aufrechtes Wachstum.

 

Tipp 6: Nach dem Winter langsam starten

Das erste Mal Rasen mähen im Frühjahr sollte nicht zu tief sein – geben Sie dem Rasen Zeit, sich zu regenerieren.

Häufige Fragen zum Rasenmähen

Wann sollte man den Rasen am besten mähen?

Den Rasen sollte man am Vormittag oder frühen Abend mähen, wenn der Morgentau bereits abgetrocknet ist, aber die Mittagshitze noch nicht oder nicht mehr auf die Pflanzen einwirkt. Vermeiden Sie auch das Mähen bei Nässe.

 

Was ist die 1/3-Regel beim Rasenmähen?

Die 1/3-Regel besagt, dass man niemals mehr als ein Drittel der Halmlänge auf einmal abschneiden sollte. Wird der Rasen zu radikal gekürzt, schwächt dies die Graspflanzen erheblich, fördert Unkrautwachstum und macht den Rasen anfälliger für Trockenheit und Krankheiten.

 

Wann soll man nicht Rasenmähen?

Rasenmähen sollte man nicht bei Nässe, Frost oder in der prallen Mittagshitze. Auch während längerer Trockenperioden ist es besser, seltener zu mähen und das Gras etwas länger stehen zu lassen, damit es den Boden besser vor Austrocknung schützt.

 

Wird der Rasen durch häufiges Mähen dichter? 

Ja, durch häufiges Mähen wird der Rasen tatsächlich dichter. Regelmäßiges Schneiden regt die Graspflanzen zur Bildung neuer Triebe an und fördert die Bestockung. Gleichzeitig wird Unkraut zurückgedrängt, da es sich bei kurzen Schnittintervallen schlechter ausbreiten kann.

 

Welche Fehler ruinieren den Rasen?

Die häufigsten Fehler, die den Rasen ruinieren, sind: zu kurzes Mähen unter 3 cm, Mähen bei Nässe, stumpfe Messer, die die Halme abreißen statt schneiden sowie das radikale Kürzen von zu lang gewachsenem Gras auf einmal.

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