
Rasen nach Hitze: 4-Wochen-Plan zur Rasenregeneration
Inhalt
Das Wichtigste auf einen Blick
Wie kann sich brauner Rasen nach einer starken Hitzeperiode wieder erholen?
Zunächst sollte der Boden gründlich durchfeuchtet und dem Rasen Zeit zur Regeneration gegeben werden. Erst wenn wieder Wachstum einsetzt, folgen Mähen, das Entfernen abgestorbener Pflanzenteile und bei Bedarf eine Nachsaat. Dünger sollte erst bei ausreichender Bodenfeuchte und aktivem Wachstum eingesetzt werden. Für größere Reparaturen ist in Österreich meist Ende August bis September besonders günstig, sofern die Temperaturen sinken und die Saatflächen zuverlässig feucht gehalten werden können.
Hinweis: Der 4-Wochen-Plan ist als Orientierung gedacht. Bei anhaltender Hitze oder Trockenheit sollten Nachsaat, intensives Aerifizieren und Düngung verschoben werden, bis wieder günstigere Wachstumsbedingungen herrschen.
Woche 1: Rasen wiederbeleben
Ziel: Durchfeuchten und Wachstum anregen
- Rasen morgens gründlich wässern, sodass der Boden ca. 10–15 cm tief feucht wird.
- Bei stark ausgetrocknetem Boden lieber 2–3 kleinere Bewässerungsgaben hintereinander als einmal sehr viel.
- Noch nicht vertikutieren.
- Nur mähen, wenn der Rasen tatsächlich wieder wächst.
- Schnitthöhe auf 5–6 cm einstellen.
- Stark braune Flächen beobachten: Sie können sich noch regenerieren.
💡 Achtung: Noch kein kräftiger Stickstoffdünger!
Passend dazu im Sortiment: Entscheidend ist eine gleichmäßige Verteilung über längere Zeit, damit das Wasser in die Tiefe gelangt. Passende Rasensprenger und Gartenbrausen finden Sie in unserem Onlineshop. Für die automatische Versorgung auch während längerer Abwesenheit bieten wir komplette Bewässerungssysteme.

Woche 2: Zustand beurteilen & vorbereiten
Ziel: Erkennen, was noch lebt
- Weiterhin bedarfsgerecht tief wässern.
- Rasen auf ca. 5 cm mähen.
- Test: An braunen Stellen vorsichtig an den Halmen ziehen. Lassen sie sich leicht herausziehen und sind die Wurzeln ebenfalls abgestorben, ist Nachsaat erforderlich. Lässt sich die Grasnarbe dabei teppichartig abheben und finden sich darunter weiße, gekrümmte Larven, liegt Wurzelfraß vor. Hier ist zuerst der Befall zu behandeln.
- Leichten Rasenfilz und abgestorbenes Material ausrechen.
- Bei verdichtetem Boden ggf. aerifizieren.
- Kahle Stellen für die Nachsaat vorbereiten.
💡 Tipp: Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um zu entscheiden: Regeneration aus vorhandenen Gräsern oder komplette Nachsaat einzelner Bereiche.
Passend dazu im Sortiment: Zum Ausrechen von Rasenfilz und Belüften verdichteter Böden finden Sie Vertikutierer und Rasenlüfter in unserem Onlineshop. Beachten Sie dabei: Bei anhaltender Hitze ist Vertikutieren nicht sinnvoll, wie wir im Artikel Rasen vertikutieren genauer erklären.

Woche 3: Nachsäen & düngen
Ziel: Neue Gräser etablieren
- Kahle Stellen leicht aufrauen.
- Nachsaat-Rasensamen gleichmäßig ausbringen.
- Saatgut leicht in den Boden einarbeiten bzw. andrücken.
- Anschließend nicht austrocknen lassen.
- Einen geeigneten Rasen-Start-/Regenerationsdünger einsetzen.
- Bestehenden Rasen weiterhin bei etwa 5–6 cm halten.
💡 Tipp: Bei ausreichender Bodenfeuchte sollte die Nachsaat nach etwa 7–14 Tagen sichtbar auflaufen.
Passend dazu im Sortiment: Das ist die Woche mit dem größten Materialbedarf. Für die Nachsaat finden Sie Rasensamen in verschiedenen Mischungen, darunter Nachsaatmischungen mit Keimschutzhülle und Sorten für trockene, sonnige Lagen. Dazu passen Rasenerde zum Abdecken der Saat und ein geeigneter Rasendünger.

Woche 4: Rasenbestand verdichten & stabilisieren
Ziel: Dichten, belastbaren Rasen aufbauen
- Regelmäßig mähen, zunächst nicht tiefer als 5 cm.
- Nachsaatflächen weiterhin feucht halten.
- Bewässerung langsam von häufig/kurz auf seltener und dafür durchdringend umstellen.
- Lücken kontrollieren und bei Bedarf punktuell nachsäen.
- Keine starke Belastung der jungen Rasenflächen.
- Bei ausreichendem Wachstum kann die Schnitthöhe langsam auf 4–5 cm reduziert werden.
💡 Tipp: Junge Gräser brauchen Zeit, um ein stabiles Wurzelsystem zu entwickeln. Nachgesäte Flächen deshalb möglichst wenig betreten und erst stärker belasten, wenn der Rasen mehrfach gemäht wurde.
Kein zusätzlicher Bedarf: Was jetzt zählt, ist Geduld und gleichmäßige Pflege. Bleiben einzelne Lücken, genügt eine Restmenge Ihres Nachsaat-Saatguts zum punktuellen Nachbessern.

Der wichtigste Punkt
Wenn im August weiterhin heiße und trockene Wetterbedingungen herrschen, keine intensive Nachsaat erzwingen. Der optimale Zeitraum für eine größere Rasenregeneration ist in Österreich meist Ende August bis September, wenn die Temperaturen zurückgehen und regelmäßig Feuchtigkeit vorhanden ist.
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Autorin: Karin Felsner, RWA-Teamleiterin Lebend Garten
Erstellt von der Lagerhaus-Redaktion, mit Unterstützung von KI-Werkzeugen · Stand: 13. August 2026.






